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„Der letzte Fisch ist noch nicht die Rhume runter“

Wegzug von Penny in Lindau „Der letzte Fisch ist noch nicht die Rhume runter“

Bis vor einigen Wochen war in Lindau die Welt noch in Ordnung. Die Einwohner konnten ihre Lebensmittel im Ort einkaufen. Inzwischen steht der einzig in der Gemeinde übrig gebliebene Verbrauchermarkt leer. Penny ist in den Nachbarort Katlenburg verlagert worden.

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Steht leer: ehemaliger Penny-Markt zwischen der Bundesstraße 247 und der Breslauer Straße in Lindau.

Quelle: Thiele

„Wir brauchen unbedingt wieder einen Einkaufsmarkt“. Dies ist einer der meist gesagten Sätze in diesen Tagen in der Ortschaft an Oder und Rhume. Auch Ortsbürgermeister Heinrich Schmidt (CDU) stimmt mit dem Wunsch und der Forderung vieler Einwohner in Lindau überein. Doch einen Betreiber für einen Einkaufsmarkt zu finden, stellt sich als nicht einfach dar.

„Wir haben schon vieles probiert und mehrere Sachen angeschoben“, berichtet der Bürgermeister. Auch die Mitarbeiter der Verwaltung der Gemeinde Katlenburg-Lindau einschließlich Bürgermeister Uwe Arens (parteilos) seien bemüht, eine Lösung herbeizuführen. Alle hofften darauf, dass sich baldmöglichst wieder Einkaufsmöglichkeiten in Lindau böten. „Der letzte Fisch ist noch nicht die Rhume runter“, sagt Schmidt.

Zum Teil sei in Lindau schon unsachliche Kritik laut geworden, weil die Verhandlungen mit möglichen Interessenten bislang nicht gefruchtet hätten erläutert Schmidt. „Aber, was sollen wir machen, wir können doch keinen Druck ausüben“, gibt der Ortsbürgermeister zu bedenken. Schließlich seien die Betreiberfirmen und Konzerne Wirtschaftsunternehmen mit eigener Geschäftspolitik. Beim Penny-Markt, so erläutert Schmidt, komme zusätzlich zum Leerstand noch das Problem hinzu, dass sich die Immobilie in einer Insolvenzmasse befinde. Eine Bank, die ihren Sitz nicht im Raum Northeim habe, sei Eigentümerin.

Möglicherweise, so der Ortsbürgermeister Schmidt, würde die Gemeinde auch versuchen, an einem anderen Standort innerhalb des Ortes ein Grundstück für einen neuen Markt auszuweisen. Es sei sehr bedauerlich, dass so eine Situation entstanden sei, sagt Schmidt. Vor Jahren habe es sogar noch zwei größere Einkaufsmärkte in Lindau gegeben.

Von Heinz Hobrecht

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