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Deutsche Wurststraße soll durch das Eichsfeld führen

Heimat- und Verkehrsverein will Traditionen durch Tourismus erhalten Deutsche Wurststraße soll durch das Eichsfeld führen

Hochwertige regionale Produkte lassen sich gut vermarkten. Das beweist unter anderem der Eichsfelder Wurstmarkt in Duderstadt mit alljährlich Tausenden Besuchern aus ganz Deutschland. Nun will der Heimat- und Verkehrsverein Eichsfeld (HVE) die Gründung einer Deutschen Wurststraße umsetzen. Ideen-Paten sind etwa die Deutsche Weinstraße oder die Deutsche Fachwerkstraße, die ebenfalls regionale Besonderheiten touristisch vermarkten.

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Quelle: Richter

Eichsfeld. „Wir sind zwar noch in den Anfängen, aber bei der Suche nach möglichen Kooperationspartnern für eine Wurststraße stoßen wir auf sehr positive Resonanz“, sagt HVE-Geschäftsführer Hans-Georg Kracht.

Im Eichsfeld gebe es noch einige Direktvermarkter, die ihre Wurstwaren nach alter Handwerkskunst und ohne Zusatzstoffe herstellen, betont der Duderstädter. Das Eichsfeld könne  mit dem HVE als Initiator und mit seiner berühmten Mettwurst den Mittelpunkt bilden, aber es sollen auch andere Regionen mit ihren traditionellen Schlachtererzeugnissen an der Deutschen Wurststraße angeschlossen sein.

HVE-Mitglied Klaus Röhrig, Wirt des Klausenhofes in Bornhagen und Betreiber des am Gasthaus angeschlossenen Wurstmuseums, gab den Anstoß. „Die Hausschlachtung kann zum Beispiel in Seminaren thematisiert werden, wo man ein Schlachtefest erleben könnte oder in die Grundsätze der Hausschlachtung eingeführt würde“, erläutert er seine Ideen.

Nur noch wenige beherrschten heute das traditionelle Handwerk der Hausschlachtung, doch mit Lehrgängen könnte altes Wissen bewahrt und weitergegeben werden, so Röhrig. Kracht bestätigt: „Bewusste Ernährung, Direktvermarktung, artgerechte Tierhaltung – das sind alles hochaktuelle Themen, die auch bei der traditionellen Hausschlachtung zu finden sind. Über den Tourismus können Traditionen und das Interesse daran erhalten werden.“

Als Partner werden nun Schlachterei-Betriebe gesucht, die traditionelle Qualitätserzeugnisse nicht industriell herstellen, oder Hausschlachter, die Kurse geben könnten. Aber auch Einrichtungen wie das Wurstmuseum in Bornhagen oder das Bratwurstmuseum im thüringischen Holzhausen könnten informative und anschauliche Stationen auf einer Wurststraße sein.

Kracht und Röhrig nennen als weitere Schwerpunkte Schlachtereiprodukte aus dem Harz oder Göttinger Raum, doch die Idee sei grenzenlos. Ob norddeutsche Bregenwurst, Nürnberger Rostbratwurst, Münchner Weißwurst oder gar italienischer Parmaschinken – die Wurststraße dürfte eine lange kulinarische Reise versprechen.

Interessierte, die sich an dem Projekt beteiligen möchten, können sich beim HVE melden unter Telefon 03 60 74 / 62 16 50 oder online bei eichsfeld.de.

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