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Deutschland ist kinderentwöhntes Land

Symposium der Peter-Maffay-Stiftung Deutschland ist kinderentwöhntes Land

Kinder werden stark, wenn man sie ernst nimmt, war die Grundthese einer Diskussionsrunde beim Symposium im Duderstädter Rathaus mit Vertretern aus Musik, Medien und Politik. Da sei noch einiges zu tun, meinte Liedermacher Rolf Zuckowski. „Deutschland ist ein kinderentwöhntes Land. Sie werden in manchen Bereichen als störend empfunden.“

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Peter Maffay gibt Kindern, die während des Symposiums vor dem Duderstädter Rathaus warten, Autogramme.

Quelle: Iris Blank

Duderstadt. Stattdessen müsse man sie annehmen, mit ihnen leben. Er habe gemerkt, dass mit Musik viel zu erreichen sei, sagte der bekannteste Komponist von Kinderliedern, die er teils auf Antwort auf eine Frage in der Runde sang. „Kinder bekommen ja vieles mit“, sie müssten vor Realitäten nicht geschützt werden, erklärte Barbara Biermann, beim ZDF für Kindersendungen verantwortlich. Deshalb sei beispielsweise bei der Nachrichtensendung Logo der Ausgangspunkt: „Was ist die zentrale Frage, die ein Kind an ein Thema hat?“ 

Niedersachsens Familienministerin Aygül Özkan, Musiker Rolf Zuckowski, Schauspieler Pete Dwojak, ZDF-Redakteurin Barbara Biermann, Bundesminister Dirk Niebel, Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi und Journalistin Maria von Welser diskutierten am Nachmittag beim Symposium "Schutzräume für Kinder".

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So wie Kinder alles ernst nähmen, müssten sie auch ernst genommen werden, bestätigte Pete Dwojak, Moderator von Kindersendungen bei ARD und dem Kinderkanal Kika.Niedersachsens Familienministerin Aygül Özkan (CDU)  erklärte, es sei Aufgabe des Staates, Familien in die Lage zu versetzen, Kinder zu verstehen und ernst zunehmen. Niedersachsen versuche das mit der Ausbildung von Familienhebammen, der Fortbildung von Lehrern und Eltern. „Wir wollen Chancengleichheit“, erklärte Özkan.

Auch die Religion als Schutzraum spielte eine Rolle beim Symposium in Duderstadt. Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime, diskutierte mit der ehemaligen evangelischen Bischöfin Margot Käßmann und dem katholisch-palästinensischen Pfarrer Firas Aridah aus Ramallah.

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Symposium der Peter-Maffay-Stiftung

Auch die Religion als Schutzraum spielte eine Rolle beim Symposium in Duderstadt. Da Charlotte Knobloch als jüdische Repräsentantin verhindert war, wurde Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime, auf dem Podium von der der ehemaligen evangelischen Bischöfin Margot Käßmann und dem katholisch-palästinensischen Pfarrer Firas Aridah aus Ramallah flankiert.

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