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„Die GAB ist durch und durch sein Kind“

Friedrich Bauer „Die GAB ist durch und durch sein Kind“

Spielgeräte, Sitzgruppen, Schutzhütten: Überall in der Region findet man Spuren der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB).

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Quelle: Thiele

Duderstadt. In der Feierstunde zum 70. Geburtstag ihrer „Kraftquelle“ Friedrich Bauer hat Landrat Bernhard Reuter (SPD) am Dienstag die Geschichte der GAB rekapituliert.

Gefeiert wurde nicht bei der GAB auf dem Euzenberg, sondern vis-à-vis in der Tanzschule „step by step“. Schritt für Schritt ins Arbeitsleben geführt werden junge Leute von der gemeinnützigen GAB seit 1998, als Bauer deren Gründung in die Wege leitete. In den Werkstätten wurden viele Möbel für Eichsfelder Gärten und Wohnungen gefertigt, Kinderladen und Gebrauchtartikelbörse sind feste Anlaufpunkte geworden, im Bistro und am Computer werden Fachkenntnisse vermittelt.

Zahl der Mitarbeiter aufgestockt

Nach Krisen und Rückschlägen geht es seit einiger Zeit steil bergauf. Wegen Flüchlingsprojekten und Kreis-Aufträgen wurde die Zahl der Mitarbeiter an den Standorten Duderstadt, Hann. Münden und Göttingen auf mehr als 80 aufgestockt. Auch die Flüchtlingsunterkunft in Wollershausen wird von der GAB betreut.

Die GAB sei von Anfang an ein sozialer Betrieb gewesen und gehöre in kommunale Verantwortung, sagte Reuter. Dass der Landkreis seit Jahresbeginn 2015 alleiniger Gesellschafter sei, habe sich als weitsichtige Entscheidung erwiesen: „Spätestens seit Wollershausen hätten wir die GAB gründen müssen, falls es sie nicht gegeben hätte.“

Zuvor seien Durststrecken zu überwinden gewesen, da die GAB stets der „verheerenden Sprunghaftigkeit der Arbeitsmarktpolitik unterworfen war“. Neben verpassten Integrationschancen seien auch Strukturen zerstört worden, der Rückbau schmerzhaft gewesen - „bis sich der Wind drehte“. In den nächsten Jahren werde es genug zu tun und genug Geld geben.

Von Aussiedlern bis zu Firmenkunden

Bauer, dessen Vater Polizeichef in Duderstadt war, hat Volkswirtschaft studiert, ist über die Kreisvolkshochschule zur GAB gekommen und in Tiftlingerode heimisch geworden. „Die GAB ist durch und durch sein Kind“, betonte Reuter, erinnerte an Projekte von Aussiedlern über Langzeitarbeitslose bis zu Firmenkursen. Der inzwischen ehrenamtliche GAB-Geschäftsführer gab das Lob an seine Mitarbeiter weiter. Dazu gehört auch seine Tochter Julia Adler, die den Duderstädter Standort leitet.

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Von Redakteur Kuno Mahnkopf

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