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Die Stillen Hunde sorgen für Gelächter im Rathaus Duderstadt

Einblicke in das Sexualleben eines notorischen Schwingschleiferkäufers Die Stillen Hunde sorgen für Gelächter im Rathaus Duderstadt

Eine ungewöhnliche Kombination aus Jazz und szenischer Lesung hat am Sonnabendabend die Besucher des LNS-Kultursommers im Rathaus Duderstadt begeistert. Die Band Just Play und die Göttinger Theatergruppe Stille Hunde wechselten sich dabei mit entspannten Sounds und Heimwerker-Anekdoten ab.

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Eine ungewöhnliche Kombination aus Jazz und szenischer Lesung hat am Sonnabendabend die Besucher des LNS-Kultursommers im Rathaus Duderstadt begeistert.

Quelle: Richter

Duderstadt. Der passende Titel dazu: "Hammerschlag und Jazzbesen".

Obwohl, oder gerade weil es aufgrund des stürmischen Wetters nicht möglich gewesen war, die Veranstaltung wie geplant im Rathaushof stattfinden zu lassen, verlebten die rund 250 Gäste im ausverkauften Bürgersaal einen entspannten und urkomischen Sommerabend.

Dazu trug die Band Just Play mit Musik zwischen Jazz, Jazz-Pop und Smooth Jazz bei. Nach einer kurzen Einstimmung mit einer eigenen Interpretation von Max Mutzkes "Just can't wait until tonight" brachten sie mit George Gershwins "Summertime" das Publikum in Sommer-Sonnen-Easy-Going-Stimmung.

Im Laufe des Abends präsentierten sie viele Balladen, die sich überwiegend durch eines auszeichneten: Eine Leichtigkeit, die an nackte Füße und Rosé-Wein auf der Terrasse erinnerte. Just-Play-Sänger und Saxophonist Hans-Jürgen Bonitz sagte dazu: "Im Rathaushof hätten wir dicke Jacken und Glühwein gebraucht", nun könne der Abend im sturmgeschützten Rathaus verbracht werden, mit Christopher Cross und Simply Red und - den Stillen Hunden. 

Eine ungewöhnliche Kombination aus Jazz und szenischer Lesung hat am Sonnabendabend die Besucher des LNS-Kultursommers im Rathaus Duderstadt begeistert. © Richter

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"Gott ist ein Handwerker", polterte Christoph Huber bei deren Auftritt los. Dann rissen die Göttinger einen Witz nach dem anderen. Anekdoten über Amateurfliesenleger mit vier Paletten Kacheln für 22 Quadratmeter Badezimmer, schließlich habe sich die Holde endlich für ein Motiv entschieden: tosender Applaus. Einblicke in das Sexualleben des notorischen Schwingschleiferkäufers: brüllendes Gelächter.

Episoden aus dem Handwerker-Homeshopping-Metaversum: hysterisches Lachen. In "Hammerschlag und Muffensausen", so der Titel des Programms, gab Huber den mal angetrunkenen, mal begriffsstutzigen, mal schlüpfrigen und immer rustikalen Blaumannträger mit dusseligen bis kernigen Sprüchen: "Das ist kein Hammer, das ist ein Gebetsruferzeuger", "Mann, schläfst Du in Lillifee-Bettwäsche?" oder  "Ich habe kein Auge für so was, ich habe ein Hirn."

Dehler hingegen ließ den pseudo-analytischen Psychiater heraushängen, der die Genialität des Regals lobpries, aber mit dem Fachausdruck "Zollstock" so gar nichts anfangen konnte. Oder er spielte den Werkzeug-Vertreter aus Gelsenkirchen, der an der Theke einen Monteur kennenlernte, dessen Bettgeschichte den Werkzeugkoffer zückte, damit, wenn sie schon fremdgehe, auch wirklich alles stimme.

"Sie hat ihren Schraubendreher auf dem Toilettenkasten zurückgelassen. "Mehr als einmal passierte es während des Auftritts, dass Dehler und Huber aus einer Szene heraus gingen, weil ein Satz, ein Blick, eine Geste genügten, um im Publikum unaufhaltsames Gegacker auszulösen - das ein Weiterspielen nicht möglich machte. Mit dem Mix aus Jazz und Comedy trafen die Organisatoren voll ins Schwarze.

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