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Die magische Zahl

Thema des Tages: Ottobock Die magische Zahl

In diesem Jahr ist Hans Georg Näder 25 Jahre lang Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe Ottobock. Ein Job, in dem es Disziplin braucht, Weitsicht und Unternehmergeist – und einen gewissen Spieltrieb. Ein Zahlenspiel.

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Quelle: EF

1990: Max Näder gibt den Staffelstab an seinen Sohn Hans Georg ab. „Ich kannte das Unternehmen wie meine Westentasche“, sagt Hans Georg Näder. Schon während seiner Schulzeit habe er in den verschiedenen Abteilungen gearbeitet. Dennoch habe er Respekt vor der Aufgabe gehabt, die Firma mit rund 1000 teils langjährigen Mitarbeitern zu übernehmen. „Aber es brauchte neue Impulse für Forschung, Entwicklung, Marketing und Vertrieb“, beschreibt er die Aufgabenstellung.

 
2015: Hans Georg Näder führt die Firmengruppe Ottobock seit 25 Jahren. Die Zahl der Mitarbeiter ist auf rund 8000 gestiegen, Ottobock ist in 55 Ländern der Welt aktiv. Das Erfolgsrezept Näders: Führungsqualität, Empathie, Authentizität, Passion und Inspiration, Kreativität und Spaß. „Leadership steckt einfach in mir drin“, sagt er. Zudem sei er – egal ob im Gespräch mit Jogi Löw, Angela Merkel oder der Verkäuferin beim Bäcker immer er selbst. Mit Leidenschaft übertrage er Ideen, die er auf Reisen gewonnen hat, auf die Voraussetzungen vor Ort – und setze dabei auf eine angeborene Kreativität. „Und das Ganze muss Spaß machen“, erklärt er. Mit seinem Engagement für die Firma und viele andere Projekte setze Hans Georg Näder einen Satz um, den er immer wieder von seiner Mutter gehört habe: „Du bist nur Gast auf Erden – hinterlasse Fußspuren.“

 

Was war für Sie das wichtigste berufliche Ereignis 1990?
Das Betriebsfest zum 75. Geburtstag meines Vaters Max Näder. Er holte mich auf die Bühne und machte mich mit gerade einmal 28 Jahren zum Chef von rund 1000 Mitarbeitern und Kopf eines Unternehmens mit damals einem Umsatz von 200 Millionen Mark. Für das Eichsfeld war das schon ein großes Unternehmen, das ich übernehmen sollte. Es war keine Überraschung für mich. Aber ich muss zugeben, ich habe vorher mehr als einmal bei Sabri in der Jüdenstraße gesessen und mich gefragt: Kriege ich das hin? Schließlich musste ich mir wie ein neuer Fußballtrainer eine Mannschaft aufbauen.

 

Was war für Sie das wichtigste politische Ereignis 1990?
Selbstverständlich die Wiedervereinigung. Wir sind als Firma wie auch als Familie Teil der deutsch-deutschen Geschichte. Es handelt sich um das bedeutendste Ereignis für die Menschen in Deutschland zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Aufbruch in die digitale Zukunft – das gilt insbesondere für das Eichsfeld.

 

Was war für Sie das wichtigste familiäre Ereignis 1990?
Die Geburt meiner Tochter Julia. Sieben Jahre später kam dann Giorgia zu unserer großen Freude zur Welt und komplettierte die Mannschaft.
 

Auf einen Schlag wächst Ihr Unternehmen auf 25 000 Mitarbeiter an. Fühlen Sie sich der Herausforderung gewachsen?
Zu 100 Prozent: Ja. Wenn Sie ein Orchester mit nahezu 8000 Menschenkindern dirigieren können, dann gelingt ihnen das auch mit 25 000. Die Aufgabe wird mit der wachsenden Anzahl der Akteure nicht komplexer.

 

Wenn Sie die Firmenentwicklung der vergangenen 25 Jahre mit einer Geste umschreiben müssten, welche wäre das?

 

Wenn Sie 25 Tage am Stück frei hätten, was würden Sie mit der Zeit anfangen?
Als erstes würde ich zwei Tage am Stück schlafen. Danach: So schnell wie möglich auf die Pink Gin und aufs Wasser. 

 

Sie bekommen die einmalige Chance, 25 Millionen Euro in Duderstadt zu investieren – ohne Rücksicht auf die Politik. Was würden Sie sofort ändern?
Ich würde das Geld aufteilen und in mehrere Projekte stecken. Zunächst in freies und schnelles Internet für alle. Dann würde ich in einen internationalen Kindergarten und eine internationale Schule investieren. Als dritte Maßnahme würde ich die Stadtverwaltung personell aufrüsten. Außerdem sollte es ein weltklasse Tourismus-Marketing für Duderstadt geben. Und ich würde ein Hospiz einrichten, das offen ist für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Konfession und Hautfarbe. 

 

Welche berufliche Entscheidung der vergangenen 25 Jahre halten Sie für die wichtigste?
Wieder in Berlin präsent zu sein. 

 

Sie dürfen einem Mitarbeiter, der seit 25 Jahren für Sie arbeitet, eine Frage stellen. Welche?
Was ist Ihr größter Wunsch?

 

Wahrscheinlich haben Sie bereits mehr als 25 Länder der Welt bereist. Welches fehlt auf Ihrer Liste?
Die Galapagosinseln und Ecuador. In Myanmar war ich auch noch nicht.

 

55 internationale Standorte hat die Ottobockgruppe bereits. Nehmen wir an, 25 weitere sollen folgen. Wo sollte sich die erste befinden?
Die erste sollte sich in Israel befinden. Ich bin seit vielen Jahren dort aktiv und pflege langjährige Geschäftsbeziehungen mit der Regierung, dem Militär und den örtlichen Kliniken.

 

Welcher Film der vergangenen 25 Jahre hat Ihnen am besten gefallen?
Einer flog über das Kuckucksnest.

 

Die gute Fee kommt mit 25 potenziellen Mitarbeitern. Nach welchen Kriterien wählen Sie aus?
Zunächst zählen fachliche Kriterien. Hinzu kommen Charaktereigenschaften wie Strukturiertheit und Humor, Spielfreude und Stil. Und ich mag es, wenn jemand kulturell interessiert ist und eine gewisse Verrücktheit mitbringt.

 

Wenn Sie wüssten, die letzten 25 Tage ihres Lebens würden anbrechen: Was würden Sie jetzt noch tun?
Ich würde den Familienrat einberufen und eine To-do-Liste erstellen. Dann wüsste ich es.

 

Wenn Sie sich ein Auto aus den vergangenen 25 Jahren aussuchen dürften, welches wäre das?
Ich würde den VW Käfer nehmen. 

 

In 25 Minuten steht der Henker vor der Tür. Welche Mahlzeit bestellen Sie?
Ich lasse mir von Gerardo eine Portion Spaghetti Bolognese bringen. Dazu trinke ich eine Flasche guten italienischen Rotwein. Und anschließend eine Flasche Grappa auf ex. Das erspart mir den Henker.

 
Welches ist die wichtigste noch nicht gemachte Erfindung der kommenden 25 Jahre?
Was auch immer es sein wird: Die Möglichkeit, Querschnittsgelähmte wieder stehen und gehen zu lassen.

 
Wie verbringen Sie die ersten 25 Minuten des Tages?
Erstmal versuche ich, wach zu werden. Dann stelle ich – noch vor dem Zähneputzen – das Frühstücksfernsehen an.

 

Stellen Sie sich vor, Sie wären heute 25 Jahre alt. Wie sollte Ihr Leben idealerweise aussehen?
Mit dem Wissen von heute wäre das kaum auszuhalten. Spannender als das Leben, das ich in den vergangenen 25 Jahren hatte, geht es kaum.

 

Welches Musikstück aus den vergangenen zwei mal 25 Jahren ist für Sie das bedeutendste?
Darf ich zwei nennen? Dann nehme ich die Rolling Stones mit (I cant‘t get no) Satisfaction und die Nationalhymne.

 

Wenn Sie sich 25 Jahre in die Zukunft beamen könnten, wo befänden Sie sich dann?
Erstmal versuche ich, wach zu werden. Dann stelle ich – noch vor dem Zähneputzen – das Frühstücksfernsehen an.

 

Stellen Sie sich vor, Sie wären heute 25 Jahre alt. Wie sollte Ihr Leben idealerweise aussehen?
Mit dem Wissen von heute wäre das kaum auszuhalten. Spannender als das Leben, das ich in den vergangenen 25 Jahren hatte, geht es kaum.

 

Welches Musikstück aus den vergangenen zwei mal 25 Jahren ist für Sie das bedeutendste?
Darf ich zwei nennen? Dann nehme ich die Rolling Stones mit (I cant‘t get no) Satisfaction und die Nationalhymne.

 

Wenn Sie sich 25 Jahre in die Zukunft beamen könnten, wo befänden Sie sich dann?
Hoffentlich nicht auf dem Friedhof.

 

Jetzt bringt die Fee eine Viertelmillion Euro. Einzige Bedingung: Das Geld muss sofort ausgegeben werden. Was stellen Sie damit an?
Ich spende alles der Ottobock Global Foundation und unterstütze damit Menschen in Nepal.

 

Welcher Künstler der vergangenen 25 Jahre hat Sie am stärksten beeindruckt?
Neo Rauch. Die Kraft seiner Bilder, die Farbigkeit und der Ausdruck sind sehr besonders.

 

Ich vermute, es waren weniger als 25, aber: Welche Haustiere spielten in Ihrem Leben eine Rolle?
Weniger als 25 (lacht)? Es waren ganz sicher mehr. Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Enten, Vögel, Esel, Lamas, Ziegen, Mikroschweine, Hühner und Goldfische. Einige davon leben noch immer mit mir auf dem Weinberg. Im Max-Näder-Haus wird demnächst Susi, die Schildkröte, wieder einziehen. Ich habe sie seit meiner Geburt, aber ich glaube, sie hat einen Wachstumsdefekt. Sie ist immer noch genau so klein wie damals. Eine Spezialistin für Erdbeeren und Himbeeren, übrigens.

 

Haben Sie eigentlich eine Glückszahl?
Wahrscheinlich die 31. Ich habe beim Champions-League-Endspiel 3:1 für Barcelona getippt.

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©Richter