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Dierk Falkenhagen zu Gefahren im Internet

Vorsicht im Netz Dierk Falkenhagen zu Gefahren im Internet

Im Netz lauern für Kinder viele Gefahren. Welche dazu gehören und wie Angehörige präventiv vorgehen können, hat der Polizist Dierk Falkenhagen am Dienstagabend auf Einladung des Kolpingvereins Tiftlingerode im Pfarrheim erläutert.

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Dierk Falkenhagen

Quelle: Victoria Lueder

Tiftlingerode. „Das Wichtigste ist, dass Eltern ihren Kindern so früh wie möglich Verhaltensregeln für den Umgang mit den neuen Medien vermitteln“, sagte Falkenhagen. Er empfahl, den Nachwuchs Schritt für Schritt an die Medienwelt heranzuführen. „Das erste Handy muss nicht gleich ein Smartphone sein mit allen Funktionen oder der Vertrag wird so ausgestattet, dass man nur telefonieren kann“, nannte der Präventionsbeauftragte der Duderstädter Polizei konkrete Tipps.

Wenn der Nachwuchs mit seinem Smartphone Dienste wie WhatsApp nutzen wolle, sollten Väter und Mütter gemeinsam mit den Kindern die Nutzungsbedingungen lesen und besprechen. So könnten diese besser verstehen, dass es Regeln einzuhalten gelte. Falkenhagen erinnerte daran, dass Erziehungsberechtigte in der Haftung seien, wenn Regeln nicht eingehalten würden. Der Polizist warnte vor den Gefahren, die von Gewaltvideos oder entsprechenden Computerspielen ausgehen. Diese könnten die Persönlichkeit verändern. Eltern seien angehalten, Kindern solche Dinge nicht zugänglich zu machen und ihnen altersgerecht zu vermitteln, welche Folgen das Anschauen solcher Videos und Spieler entsprechender Angebote haben könnten.

Sehr heikel seien Live-Videostreaming-Plattformen wie „YouNow“, bei der es darum gehe, möglichst viele Likes zu bekommen. Dort habe ein Mäddchen angeboten, sich für 200 Likes im BH zu zeigen Und das, obwohl niemand wisse, wer gerade zuschaue.

Zu Mobbing komme es in der heutigen Zeit in aller Regel in Kombination mit Cybermobbing, erfuhren die Zuhörer von Falkenhagen. Sollte es im Internet zu persönlichen Beleidigungen geben, empfehle es sich, diese in Form von Screenshots zu dokumentieren. Regelverstöße sollten bei Anbietern gemeldet werden, die entsprechenden Teilnehmer könnten dann „abgeschaltet“ werden. Dies sei für Kinder „die größte Strafe, die es gibt“.

Wenn es in der realen Welt wie in einem Klassenraum zu Mobbing komme, sollten Betroffene eine Art Tagebuch führen und aufschreiben, wer wann was gesagt habe und auch die Namen von Zeugen notieren. „Damit baut man auch so ein bisschen Druck auf, um Zivilcourage einzufordern“, so Falkenhagen. Vertraue sich der Schüler dann einem Beratungslehrer oder Sozialpädagogen an, habe dieser „eine andere Ebene, mit den Zeugen zu sprechen“. art

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©Richter