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Highlight im Heimatmuseum

Dino-Trittspur in die Eichsfelder Heimat zurück Highlight im Heimatmuseum

Das Heimatmuseum ist um eine Attraktion reicher geworden, welche Einblicke in die Region vor 240 Millionen Jahren gibt. Die Kopie des versteinerten Fußabdruckes eines Ur-Dinosauriers aus der Krebecker Tonkuhle wurde dem Museum von der Landesdenkmalpflege als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

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Gerold Hünermund (l.) übergibt dem Duderstädter Heimatmuseum die Kopie des Dino-Fußabdruckes, der in der Krebecker Tonkuhle gefunden wurde.

Quelle: Peter Heller

Duderstadt. Im Erdzeitalter des Perm lag das Eichsfeld noch auf der Höhe der Sahara. Ein Riesenkrokodil hatte dort seinen Fußabdruck hinterlassen, der versteinert in der Krebecker Tonkuhle in den 1960er Jahren wieder zum Vorschein kam. Ein Geologe erkannte damals den wertvollen Fund, meldete ihn aber nicht bei der Landesdenkmalpflege, sondern hängte ihn an die Wand seines Arbeitszimmers.

Dort entdeckte ihn durch Zufall der gebürtige Bernshäuser und jetzt in Isernhagen lebende Arzt Gerold Hünermund. Durch dessen Einsatz konnte der Dino-Fußabdruck von Dr. Hennig Haßmann, Leiter des Landesamts für Denkmalpflege, kopiert und nun als Dauerleihgabe zurück in seine Eichsfelder Heimat geführt werden.

Als Dr. Hünermund mit seinem großen Pappkarton im Heimatmuseum eintraf, erwartenen ihn bereits Museumsleiterin Sandra Kästner, der Kulturbeauftragte der Stadt Duderstadt Horst Bonitz und Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Aus dem Karton kam vor dem staunendem Publikum eine handähnliche Dinopranke zum Vorschein. Eine Glasvitrine war schon vorbereitet worden, worin der Abdruck vorerst im Raum für Archäologie seinen Platz finden soll.

„Bis 2019 soll das Heimatmuseum an der Außenfassade saniert werden. In diesem Rahmen sollen auch die Inhalte neu präsentiert werden“, kündigte Nolte an. Kästner ergänzte, dass der Dinofußabdruck dann als eines der Highlights im Heimatmuseum besonders für Kinder thematisiert werden könnte, um über die Urgeschichte des Eichsfeldes zu informieren.

Die krokodilartigen Riesenechsen gelten als Vorfahren der Dinosaurier, welche sich aber erst etwa 100 Millionen Jahren später entwickelt hätten, erklärte Hünermund. Bereits in den 1930er-Jahren haben Göttinger Geologen in der in der Krebecker Tonkuhle Spuren von Dinosauriern entdeckt. Das bestätigen alte Unterlagen, die der ehemalige Kreisarchäologe Klaus Grote im Institut für Geowissenschaften gefunden hatte. Nach dem Krieg waren die Dinos in Vergessenheit geraten. Die Tonkuhle sei zwischenzeitlich als Müllhalde genutzt worden, bedauerte Hünermund. Ob sich im Nachlass des Geologen, der in den 1960er-Jahren den versteinerten Abdruck mitgenommen hatte, noch mehr Trittsiegel befinden, ist zurzeit unbekannt.

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©Richter