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Diskussion um Windpark hat erst begonnen

Rat will Informationen sammeln Diskussion um Windpark hat erst begonnen

Der Rat der Samtgemeinde Gieboldehausen will sich in der Diskussion um die Windpark-Pläne des Stromkonzerns Vattenfall das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen.

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Vorne Rollshausen, links oben Gieboldehausen: Auf der Fläche in der oberen Bildhälfte, rechts der Bundesstraße, könnte der Windpark entstehen.

Quelle: Mischke

Weder von den zustimmenden Voten der betroffenen Gemeinden, noch vom Drängen des Stromkonzerns und auch nicht vom zunehmenden Protest von Bürgern gegen die Windpark-Pläne lassen sich die Ratsmitglieder zeitlich oder inhaltlich unter Druck setzen. Das wurde in der jüngsten Sitzung deutlich.
Das Thema stand nicht auf der Tagesordnung. CDU-Ratsfrau Maria Bock brachte es unter dem Punkt Anfragen ein. Sie bat den Samtgemeinderat, den Antrag des Gemeinderates Gieboldehausen auf Änderung des Flächennutzungsplanes zunächst nicht zu behandeln. Der Flecken hatte ebenso wie Rolls-hausen und Rüdershausen der Ausweisung eines Sondergebietes bereits zugestimmt. Auf diesen Einwurf Bocks reagierten weitere Ratsmitglieder. Otmar Pfeifenbring (SPD), wie Bock Mitglied in Samtgemeinde- und Fleckenrat, stellte klar: „Wir haben damals nur gesagt, dass wir uns nicht verschließen werden.“ Jetzt müsse sich der Samtgemeinderat aber ein klares Bild von den Plänen des Stromkonzerns Vattenfall machen. Neben den Sachinformationen gehe es auch um die Befürchtungen der Windpark-Gegner. „Wir nehmen den Bürger ernst“, so Pfeifenbring.
Annegret Lange (CDU) berichtete, dass der Stromkonzern eine Informationsveranstaltung angeboten habe. Er wolle entweder am 9. oder am 24. November eine Bürgerversammlung anbieten. „Wenn wir auf Vattenfall warten, lassen wir uns das Heft des Handelns aus der Hand nehmen“, sprach sich die Rüdershäuserin für eigene Bemühungen des Samtgemeinderates um Informationen aus. Auch Ulrich Schakowske (SPD) kündigte Aktivitäten an. „Wir sind gerade dabei, die Diskussion zu kanalisieren“, so der Bürgermeister Wollershausens.
Er könne es nicht verhindern, wenn Vattenfall eine Informationsveranstaltung anbieten wolle, sagte Samtgemeindebürgermeister Reinhard Grobecker (CDU). Die Samtgemeinde solle sich daran jedoch nicht beteiligen. Dem stimmte der Rat zu. Gleichzeitig wurde deutlich: Die Diskussion um die Windpark-Pläne hat im Samtgemeinderat gerade erst begonnen.

Von Ulrich Lottmann

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