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Diskussionen um Bildungscampus

Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport berät weitere Schritte zur Inklusion Diskussionen um Bildungscampus

In der Duderstädter Innenstadt soll ein Bildungscampus entstehen. Das Modellprojekt hat zum Ziel, pädagogische Angebote und Konzepte in der Innenstadt zu bündeln. Die Umsetzung wirft allerdings noch Fragen auf, die die Mitglieder im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport heiß diskutierten.

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In Duderstadts Innenstadt soll ein Bildungscampus entstehen.

Quelle: Mischke

Duderstadt. Die Schulen im Stadtgebiet sind von den Maßnahmen zur Inklusion betroffen, müssen beispielsweise durch Umbauten Barrierefreiheit gewährleisten können. Zudem wird das Modell der Pestalozzi-Förderschule auslaufen. Vor diesem Hintergrund ist die Idee zum Bildungscampus entstanden, wo ein Fachkräftepool und ein Familienzentrum entstehen sollen und auch Räume und Angebote zur Umsetzung der Inklusion gebündelt werden sollen.

Im Kulturausschuss des Rates der Stadt Duderstadt betonte Matthias Schenke (SPD): „Barrierefreiheit an Schulen bedeutet, dass sich die Stadt einem finanziellen Aufwand zu stellen hat.“ Zudem verwies er darauf, dass für die Grundschulen auf den Dörfern mittelfristig eine existenzielle Gefahr bestünde, da gerade für die kleinen Schulen der finanzielle Aufwand zu groß sei. „Wollen wir die Grundschulen auf den Dörfern? Dann müssen wir sie ausstatten, wenn nicht, dann müssen wir die Konsequenzen tragen“, sagte Schenke. Er forderte, dass solche Entscheidungen auch im Ausschuss diskutiert und gefällt werden.

Lothar Dinges (WDB) erklärte: „Dem demografischen Wandel können wir nicht entgegentreten, wenn wir die Schulstandorte auf den Dörfern aufgeben. Wir müssen die Grundschulen der Ortsteile mit ins Boot holen.“ Auch Marie-Theres Waning-Ernst, Leiterin der Tagesstätte St. Raphael, appellierte an die Ausschussmitglieder: „Wir wollen das Miteinander haben. Jetzt ist die Chance dazu da.“

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) betonte, dass die integrative Arbeit nicht nur die Grundschulen betreffe, sondern, dass sie ein konzeptioneller Teil des Ganzen sein solle. „Natürlich müssen wir Haushaltsmittel auch im ländlichen Raum einplanen.“

Martin Strunk, Schulleiter der Pestalozzi-Schule, erklärte, dass zur Inklusion ein Wissenspool nicht nur im schulischen Bereich wünschenswert sei, sondern in allen Alltagsbereichen. Vom Campus erwarte er „Strahlwirkung“. Lernhilfe zur sprachlichen und emotionalen Entwicklung solle es an allen Schulen geben, im Familienzentrum solle zudem Beratung stattfinden. Dass noch viele Fragen offen seien, aber der eingeschlagene Weg der richtige sei, darin waren sich die Ausschussmitglieder einig.ny

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