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Domspatzen verzaubern Duderstädter Publikum

780 Zuhörer Domspatzen verzaubern Duderstädter Publikum

Ein Ruf eilt den Regensburger Domspatzen voraus: Der weltberühmte Chor gilt als Synonym für hochklassige Musik. Diese Erwartungen wurden am Montagabend in der Duderstädter St. Cyriakuskirche erfüllt. Bereits zum zweiten Mal zu Gast in der Brehmestadt, boten die Spatzen ein vielfältiges Programm auf ihrer diesjährigen Herbsttournee.

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Emotionales Erlebnis: Die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner.

Quelle: Thiele

Domkapellmeister Roland Büchner führte die Jungen und jungen Männer quer durch die musikalischen Epochen geistlicher Chormusik. Neben Werken der großen und auch weniger bekannten Meister der Renaissance wie Giovanni P. da Palestrina, Giovanni Gabrieli, Giovanni Croce oder Tomás Louis de Victoria, waren unter anderem zeitgenössische Stücke von Knut Nystedt, Karl Norbert Schmid und Maurice Duruflé zu hören. Dazwischen fanden Wolfgang Amadeus Mozart, Anton Bruckner, Johannes Brahms und Edvard Grieg Platz.

Schon beim ersten Klang der jungen Soprane, die das vierstimmige „Hosanna filio David“ von de Victoria eröffneten und von Alt und Unterstimmen aufgefangen wurden, legte sich ein stiller Zauber über das Publikum in der vollbesetzten Propsteikirche, der bis zur letzten Zugabe erhalten blieb. Eindrucksvoll war auch der Solo-Part des 14-jährigen Linus Vogt. Sein Knabensopran schwebte bei Heinrich Kaminskis „Aus der Tiefe rufe ich dich, Herr“ von der Kanzel über die Stimmen des Chores vor dem Altar. Die vier- bis achtstimmigen Stücke meisterten die jungen Sänger mit Bravour. Allein vom Knabenchor - also ohne die männlichen Stimmen - wurde das „Salve Regina“ von dem zeitgenössischen Komponisten Javier Busto vorgetragen. Eines der bedeutendsten Werke skandinavischer Chormusik war mit dem „Ave maris stella“ von Edvard Grieg zu hören. Einen besonders emotionalen Abschluss bildete das „Nunc dimitis“ des jungen deutschen Komponisten Simon Wawer, dessen teils dissonanten Klänge in den Verflechtungen von Bass, Tenor und Alt mit dem Sopran außergewöhnliche Wirkung erzielten. Stehend klatschten die 780 begeisterten Zuhörer beim Ausmarsch der Domspatzen aus St. Cyriakus. Der Dank des Regionalkantors und Initiators Paul Heggemann galt auch der Sparkasse Duderstadt, die das Konzert finanziell unterstützt hatte.

Von Claudia Nachtwey

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