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Dorferneuerung: Vertreter Dorfregion Duderstadt besichtigen Standorte

Sechs Dörfer, ein Ziel Dorferneuerung: Vertreter Dorfregion Duderstadt besichtigen Standorte

Jeder Ort mit seinen individuellen Anliegen, aber auch Kooperationsmöglichkeiten in der Dorfregion Duderstadt sollen im neuen Dorferneuerungsprogramm berücksichtigt werden. Einen Überblick haben sich am Freitag und Sonnabend Ortsplaner und Mitglieder der Beiräte aus den sechs Dörfern verschafft.

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Sanierungsbedürftige Bürgersteige, Umnutzung öffentlicher Gebäude oder Leerstand: In den sechs Orten im Dorferneuerungsprogramm sollen Probleme wie diese zukünftig angegangen werden.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Während der Ortsbegehungen machten die jeweiligen Ortsbürgermeister deutlich, was ihnen für ihr Dorf unter den Nägeln brennt: Karl-Heinz Meyna (CDU) äußerte dabei den Wunsch nach einem Multifunktionshaus neben dem Breitenberger Kindergarten mit Zugang vom Windmühlenweg aus. Die Kommission, die sich für die Dorferneuerung gebildet hat, regte an, das Mehrzweckgebäude und das Feuerwehrgerätehaus zu verkaufen und die entsprechenden Erlöse in die Realisierung des Projektes fließen zu lassen. Ein leer stehendes Gebäude in eine Begegnungsstätte umzugestalten, in der eine Gemeindeschwester tätig sein könnte, nannte Hiltrud Rust (CDU) als Idee für Hilkerode.

„Wir haben zwei Gedanken zu sozialen Treffpunkten kennengelernt. Möglicherweise gibt es in derartigen Projekten Kooperationspotenzial“, erklärte Tanja Klein von der Planungsgruppe Lange Puche. Die Rundgänge hätten ein Bild davon ergeben, was jeder Ort für dringlich erachtet. Als nächster Schritt stehe nun an, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

Dazu gehörte, dass in allen Orten Probleme mit innerörtlichem Verkehr, maroden Straßen und sanierungsbedürften Gehsteigen bestehen. Welche Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm zur Verfügung stehen, um beispielsweise Bürgersteige zu sanieren, soll nun geklärt werden.

Ein Problem, das Breitenberg, Hilkerode, Immingerode, Tiftlingerode, Gerblingerode und Westerodegleichermaßen beschäftigt, ist der Umgang mit leer stehenden oder stiefmütterlich behandelten historischen Gebäuden. Um dieses Problem anzugehen, sei ein Gebäude-, Flächen- und Leerstandsmanagement empfehlenswert, erklärte Ortsplaner Hajo Brudniok. „Die Eigentümeransprache ist dabei ganz wichtig“, appellierte er an die Ortsbürgermeister, das Gespräch mit den Eigentümern zu suchen. In den kommenden Tagen sollen Fragebogen an Eigentümer von Gebäuden in den Altdörfern verteilt werden.

Zugleich wies Brudniok auf einen Termin für eine Info-Veranstaltung hin: Am Mittwoch, 14. Oktober, soll es im Bürgersaal des Duderstädter Rathauses um Klimaschutzmaßnahmen, Beipiele der Dorfentwicklung und Fördermöglichkeiten gehen. Zudem sei Manfred Eibl, Bürgermeister in Perlesreut, zu Gast, um über Erfahrungen in seinem Ort zu berichten.

Von Nadine Eckermann und Axel Artmann

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