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Dorfgemeinschaftshaus wird modernisiert

In Bodensee Dorfgemeinschaftshaus wird modernisiert

In eine Großbaustelle hat sich das Dorfgemeinschaftshaus I (DGH) in Bodensee verwandelt. Nach dem Anbau einer Krippengruppe im vergangenen Jahr, die bereits komplett belegt ist und trotz steigender Nachfrage derzeit keine weiteren Kinder aufnehmen kann, geht es dort jetzt in die Vollen: Sanierungs- und Umbauarbeiten sollen das 1969 errichtete Gebäude fit für die Zukunft machen.

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Mehr Licht, weniger Feuchtigkeit: Der Erdwall, in dem der 40 Jahre alte 30 000-Liter-Heizöltank verborgen war, ist abgetragen.

Quelle: Thiele

Zukunftsträchtig sind neben der Krippengruppe bereits die Photovoltaikanlagen, die im September auf dem DGH I sowie an dem Anfang der 80er Jahre errichteten DGH II mit Schießstand, Kegelbahn und Gruppenraum installiert wurden. Deren 36,5 Kilowattstunden Leistung brächten der Gemeinde Zusatzeinnahmen, freut sich Bürgermeister Friedrich Henniges (CDU). Sparen wird die Gemeinde künftig beim Heizen: Wie das DGH II wird auch das DGH I auf Erdwärme umgestellt – ergänzt durch eine Therme mit Flüssiggas, um auch Legionellen abtöten zu können. Die Liste der weiteren Arbeiten, die laut Henniges bis auf den Gerüstbau an Firmen aus der näheren Umgebung vergeben seien, ist lang: Vollwärmeschutz, neue Fenster, Dacheindeckung in Teilbereichen, Erneuerung von Sanitäranlagen, Elektrik, Anschlüssen und Leitungen, neue Eingänge und Innenausbau.

Nach den zu 95 Prozent vom Land finanzierten 225 000 Euro für den Krippenraum hat Henniges für den jetzt laufenden Umbau rund 475 000 Euro veranschlagt. Das Geld wird in eine Einrichtung gepumpt, die anders als so manches Dorfgemeinschaftshaus nicht nur sporadisch für Feiern und Treffen genutzt wird. Dort schlägt das Herz des Ortes, wird der Nachwuchs groß, trainieren Sportler, haben Feuerwehr und Verwaltung ihr Domizil.

Henniges denkt mit Blick auf die Zukunft zudem an eine Anlaufstelle für Begegnungen und generationsübergreifende Projekte wie Familientisch oder Nachbarschaftshilfe. Das alles war der Gemeinde, die zu den wenigen mit noch ausgeglichenem Haushalt gehört, eine Kreditaufnahme über 250 000 Euro wert. 125 000 Euro konnten der Rücklage entnommen werden, 100 000 Euro werden aus der Sportstättenförderung des Landkreises erwartet, Sportverein und Feuerwehr bringen sich mit Arbeitseinsätzen ein.

Nach Erneuerung der Fensterfront kann die Sporthalle, die auch noch einen neuen Fußboden bekommt, trotz Umbauarbeiten weiter genutzt werden. Das gilt auch für den Kindergarten, der während der Bauzeit einen provisorischen Eingang nutzt. Heller ist es im Erdgeschoss bereits geworden, seit der Erdwall mit dem alten Öltank abgetragen, die alte Eingangstreppe abgerissen wurde. Künftig wird der Haupteingang über eine freischwebende Stahltreppe zu erreichen sein. Henniges rechnet damit, dass die Arbeiten bis 2012 abgeschlossen werden können.

Zu guter letzt soll das Gebäude einen Anstrich in verschiedenen Maistönen erhalten, auch der Außenbereich umgestaltet werden. Mit dem Umbau verbunden ist ein Umzugskarussell: Die Feuerwehr zieht ins ehemalige Schlachthaus, das Gemeindebüro in die jetzige Feuerwehr-Garage, der Umkleidebereich samt behindertengerechter Toiletten ins alte Gemeindebüro. Die nachhaltige Umstrukturierung beende das Flickwerk und die diversen Anbauten vergangener Jahrzehnte, resümiert Henniges.

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