Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Dorfladen soll auf sichere Beine gestellt werden

Förderverein-Gründung Dorfladen soll auf sichere Beine gestellt werden

Seit neun Jahren gibt es im Duderstädter Ortsteil Fuhrbach den Dorfladen. Nach einer ersten Phase mit schwarzen Zahlen folgte eine wirtschaftlich weniger erfolgreiche Zeit, die nach Angaben der Geschäftsführung aber überwunden ist.

Voriger Artikel
Bewusst einkaufen
Nächster Artikel
Einbruchserie in Westerode

Freundliche Atmosphäre: Mitarbeiterin Simone Vollmer (rechts) bedient Sandra Osburg, beobachtet von Margret Schneider sowie Bär bel und Sebastian Osburg.

Quelle: Thiele

Trotzdem soll nun ein Förderverein gegründet werden, um die Einrichtung im Bergdorf auf sichere Beine zu stellen.

„Um unseren Dorfladen erhalten zu können, sind wir auf die Solidarität und das Engagement aller Fuhrbacher angewiesen.“ Eindringlich klingen die Worte, mit denen sich die drei geschäftsführenden Gesellschafter der Dorfladen-Genossenschaft, Klaus Ohse, Rudolf Schäfer und Reinhard Karlen, in einer Einladung an die Bevölkerung wenden. Ein Förderverein soll gegründet werden. „Mit ihm soll die Idee des gemeinsam getragenen Dorfladens noch bestärkt und bekräftigt werden“, erläutert Ohse, dem auch als Bürgermeister die Zukunft des Ladens am Herzen liegt.

„Wir sind überzeugt, dass ein Laden für unsere Dorfgemeinschaft wichtige soziale Aufgaben erfüllt“, heißt es im Appell der ehrenamtlich tätigen Geschäftsführer. Vor allem ältere, nicht motorisierte Einwohner sowie Jugendliche seien auf die Einkaufsmöglichkeiten angewiesen.

Wie wichtig vielen Fuhrbachern der Dorfladen ist, zeigte sich gestern Vormittag bei einem Besuch des Geschäfts in der Hauptstraße, in dem sich früher eine Filiale der Volksbank befand. Margret Schneider, die in der Nachbarschaft wohnt, Simone Rexhausen und Roswitha Ohse, stellten bei einer Tasse Kaffee die Vorzüge des Ladens heraus. „Ich komme fast täglich und finde praktisch alles“, berichtete Rexhausen, die als Altenpflegerin arbeitet. „Wir lassen das Geld im Dorf“, waren sich Schneider und Ohse einig. Ebenso wie die anderen Frauen lobten auch Bärbel Osburg und ihre Tochter Sandra Osburg, die mit ihrem Sohn Sebastian einkaufte, die freundliche Atmosphäre und die Möglichkeit zur Kommunikation im Dorfladen. 51 Anteilseigner sind bei der Dorfladen-Genossenschaft bürgerlichen Rechts eingetragen. Sabine Dommann, Simone Vollmer, Ute Grun und Birgit Ringling haben im Laden einen Arbeitsplatz gefunden. Auch viele Pendler legen einen Zwischenstopp im Laden ein, zu dem auch ein Getränkemarkt gehört. Brot und Backwaren werden dienstags bis sonnabends von Bäckermeister Gatzemeier aus Brehme und montags von der Bäckerei Andag aus Nesselröden angeliefert. Nach Eichsfelder Mettwurst von Deppe aus Breitenberg fragen zunehmend auch Gäste nach, die im Hotel Zum Kronprinzen übernachten. Neuerdings kann im Dorfladen auch mit der EC-Karte bezahlt werden, wenn der Warenwert 20 Euro überschreitet.

Die Gründungsversammlung des Fördervereins findet am Freitag, 11. Februar, um 19 Uhr im Hotel zum Kronprinzen statt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kommentar

Wo kaufe ich ein? Nicht nur vor dem Hintergrund skandalöser Machenschaften bei der Erzeugung von Lebensmitteln stellen sich Verbraucher die Frage. In Fuhrbach ist sie mit der Existenz des Dorfladens verknüpft. Die Kunden stimmen mit den Füßen ab. Reicht der Umsatz nicht, gehen die Lichter aus.

  • Kommentare
mehr
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter