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Dreharbeiten zur Deutschen Einheit im Grenzlandmuseum

Wendekinder erzählen Dreharbeiten zur Deutschen Einheit im Grenzlandmuseum

25 Jahre sind am 3.Oktober vergangen seit der deutschen Wiedervereinigung. Ein Fernsehteam befragt dazu Wendekinder und drehte am Wochenende auch im Grenzlandmuseum mit einem Eichsfelder Zeitzeugen.

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„Martin Burchardt aus Hundeshagen gibt Redakteurin Esther Stosch Einblicke in seine deutsch-deutschen Erfahrungen.“

Quelle: Müller

Teistungen. Ein 25. Geburtstag, Torte, Luftballons. Esther Stosch hat die erste Sequenz in ihrem Film bereits durchdacht. 25 Jahre nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung, stehen im Film „#Wendekinder“ Zeitzeugen im Mittelpunkt, die keine sind: geboren zwischen 9. November 1989 und 3. Oktober 1990.

„Wir blicken in Deutschlands Herzen“, sagte die Redakteurin des Medienhauses der Evangelischen Kirche von Hessen-Nassau (EKHN). Sechs Portraits sind geplant, sechs unterschiedliche Lebenswege seit 1990 in einem Deutschland: die leicht anarchische Lisa aus Dresden.

Stefan der in Halle studiert, aber eigentlich aus Augsburg stammt. Nils aus Hannover, eine Art innerdeutschem Migranten, dem Ostprodukte besser gefallen. Friederike, die junge Mutter und Kevin, der kirchlich Engagierte aus Berlin. Und Martin aus dem Eichsfeld.

Der Hundeshagener Martin Burchardt stand am Sonntag im Grenzlandmuseum vor der Kamera. Esther Stosch legte ihm ein Mikro um, hinter ihm der ausgestellte Bundesgrenzschutzhubschrauber. Kameramann Karsten Fink machte letzte Einstellungen.

Zufällig, durch seine WG-Mitbewohner in Eisenach, sei das Team auf Burchardt aufmerksam geworden. „Drüben“, sage er zwar, wenn er Göttingen und Duderstadt meine, aber eigentlich sei alles eins. Er sei froh, dass die Grenze, die genau hier verlief, nicht mehr existiere, dass sich jeder frei bewegen könne.

Seit Mai planen die Frankfurter ihren Film, gedreht wird in kleinen Teams im August. „Wir wollen alles zeigen“, so Stosch, „Positives als auch Negatives, Lustiges als auch Trauriges – die ganze Bandbreite.“

Immer wieder führten die Redakteure solche Projekte durch, in ihrer Freizeit, wie Chefredakteur Andreas Fauth betonte. Zuletzt drehten sie über Mauerspuren in Berlin. „Wenn wir Ältere fragen“, meinte Fauth, „sind dort immer noch Grenzen in den Köpfen, aber bei Wendekindern spielt ‚Ossi‘ oder ‚Wessi‘ kaum noch ein Rolle.“

Bislang werden bibel.tv und Rhein-Main-TV die Doku über die Wendekinder zeigen. Auch zum Fest der Deutschen Einheit, dieses Jahr in Frankfurt, kommt der Film zur Aufführung. Und natürlich auf den Seiten der Evenglischen Kirche von Hessen-Nassau selbst

Weitere Informationen unter www.ekhn.de.

Von Gunnar Müller

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