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Drei 14-Jährige am Wall überfallen

Räuber-Duo erbeutet 22 Euro Drei 14-Jährige am Wall überfallen

Drei 14-jährige Schüler aus Duderstadt sind am Dienstag gegen 17.20 Uhr im Bereich des Walls von zwei Jugendlichen überfallen worden. Die 16 und 17 Jahre alten Täter, die gestern gestellt werden konnten, hatten den Schülern Bargeld abgeknüpft. Beide sind geständig, wurden nach ihrer Vernehmung wieder entlassen und müssen sich jetzt wegen räuberischer Erpressung nach dem Jugendstrafrecht verantworten.

Die 14-Jährigen seien bereits im Einkaufszentrum Feilenfabrik von den Tätern ausgeguckt worden, teilt die Polizei mit. Als die Jungen nach Hause gehen wollten, folgten ihnen der 16- und der 17-Jährige. Hinter dem Buschwerk der Wallanlage am Sachsenring sprang der 17-Jährige dann völlig überraschend den größten der 14-Jährigen Schüler von hinten an, riss ihn um und drückte ihn zu Boden. Als das Opfer wieder aufgestanden war, forderte der 17-Jährige zunächst die Herausgabe des Handys, hatte dann aber doch kein Interesse an dem veralteten Modell. Stattdessen verlangten beide Täter Bargeld von den drei Freunden. Mit 22 Euro Beute machten sie sich in Richtung Feilenfabrik aus dem Staub.

Nachdem die 14-Jährigen sich ihren Eltern anvertraut hatten, fuhr ein Vater nochmal mit ihnen los und erkannte im Bereich der Feilenfabrik den jüngeren der beiden Täter. Als der 16-Jährige gestern am Duderstädter Busbahnhof erneut gesichtet wurde, konnte er dort gegen 16.30 Uhr festgenommen werden. In der Vernehmung benannte er seinen Mittäter, der die Tat ebenfalls einräumte. Beide Täter sind in einer betreuten Einrichtung des Landkreises Göttingen untergebracht.

Der 16- und der 17-Jährige sprachen bei ihrer Vernehmung selbst von Abzocke. „Abziehen ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat und wird als räuberische Erpressung geahndet“, betont vor diesem Hintergrund Kriminalhauptkommissar Karl-Ernst Recha. Es sei wichtig, in solchen Fällen unverzüglich die Polizei zu informieren statt selbst tätig zu werden und sich in Gefahr zu begeben. Ein Handy habe heute fast jeder in der Tasche.

ku

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