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Drei Duderstädter Spielplätze weniger

Ungenutzte Anlagen verschwinden Drei Duderstädter Spielplätze weniger

Die Spielplätze in der Kolpingstraße, in der Ludolfinger Straße und in der Moritz-Katz-Straße in Duderstadt werden in naher Zukunft aufgegeben und zurückgebaut, weil sie von Anwohner-Kindern nicht mehr genutzt werden. Zum Teil sind die Spielgeräte bereits abmontiert, die Flächen sollen zum größten Teil in Baugrundstücke umgewandelt und verkauft werden.

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Einzige öffentliche Grünfläche im Bereich des Stadtbergs: Die Anlieger wollen den Spielplatz – derzeit ohne Geräte – behalten.

Quelle: Richter

Duderstadt. Die Aufgabe dieser drei Plätze hatte der Ortsrat Duderstadt bereits in der vergangenen Woche beschlossen, am Dienstagabend segnete auch der städtische Bauausschuss die Empfehlung ab.

Für die Ausstattung der Spielplätze mit Spielgeräten sind im Bereich der Stadt Duderstadt die Ortsräte zuständig, die Pflege ist kosten- und zeitaufwändig. Allein in der Kernstadt gibt es derzeit noch 14 Plätze.

Nach einer Besichtigung aller Plätze durch die entsprechende Arbeitsgruppe des Ortsrates war ein Konzept zur Entwicklung der Spielplatz-Landschaft in der Stadt erarbeitet worden, das die vorhandenen Anlagen in drei Kategorien unterteilt: A – langfristig zu erhalten und gut weiter zu entwickeln,  B – zu überprüfen und C – eventuell aufzugebende Plätze.

In die letzte Kategorie war ursprünglich auch der Platz in der Leinefelder Straße eingeordnet worden. Dagegen hatten sich zahlreiche Anwohner in einem Schreiben an die Verwaltung gewehrt. Der Spielplatz, so heißt es in dem Schreiben, sei seinerzeit zu 90 Prozent durch Anlieger des gesamten Einzugsgebietes und zu zehn Prozent durch die Stadt finanziert worden.

Einzige öffentliche Grünfläche

Das habe zwar keine rechtliche Relevanz, Bedenken hegten die Anlieger trotzdem, da der Platz die einzige öffentliche Grünfläche im Bereich Stadtberg sei. Die geringe Frequentierung basiere zudem auf dem bereits erfolgten Abbau der Spielgeräte. Die Situation, so die Forderung der Bürger, müsse dahingehend geändert werden, dass der Bereich wieder als Spielplatz für Kinder bis zwölf Jahre genutzt werden könne.

Keine Diskussionen gab es bei der Aufgabe des einstigen Spielplatzes in der Kolpingstraße. Dieser kann nicht mehr als solcher bezeichnet werden „Katzenklo, verdreckt“ lautet die Beschreibung durch die Arbeitsgruppe. Als Alternative wurde die Schaffung einer Mehrgenerationen-Spiel- und Freizeitlandschaft im Bereich der Berufsbildenden Schulen angeregt.

Die Flächen, die durch die Aufgabe der nicht mehr frequentierten Spielplätze frei werden, sollen als Bauland verkauft werden. Die Erlöse, auch darin sind sich Ortsrat und Ausschuss einig, werden wieder in die Erhaltung der vorhandenen Spielplätze fließen.

Spielplätze
Neues Konzept

Bleiben langfristig erhalten (Kategorie A) : LNS, Ohmbergstraße, Siebig 1, Siebig 2, Thomasberg, Julius-Jäger-Straße, Paradiesgasse, Felsenkeller, Talwiese, Half Pipe (Jufi).

Wird überprüft (Kategorie B) : Leinefelder Straße.

Werden aufgegeben (Kategorie C) : Kolpingstraße, Ludolfinger Straße, Moritz-Katz-Straße.

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©Richter