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Drei Optionen für Feuerwehr Duderstadt

Kooperation mit Unternehmen Drei Optionen für Feuerwehr Duderstadt

Der Entwurf von Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange für einen Feuerwehrbedarfsplan für Duderstadt ist im Stadtentwicklungsausschuss einstimmig auf Zustimmung gestoßen. Die SPD bemängelte, dass die Verwaltung noch nicht auf konkrete Vorschläge festlege.

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Drei Optionen für zu kleines Gerätehaus in Duderstadt denkbar: Sanierung und Erweiterung, Neubau voraussichtlich für sechs Millionen Euro und Kooperation mit der Betriebsfeuerwehr von Ottobock. 

Quelle: Richter

Duderstadt. Für den „dicksten Brocken“, das unzureichende Gerätehaus der Duderstädter Ortswehr am Schützenring, sind drei Optionen denkbar: Sanierung und Erweiterung, Neubau voraussichtlich für sechs Millionen Euro und Kooperation mit der Betriebsfeuerwehr von Ottobock.  

Der Entwurf, auch mit Vorschlägen zur Fahrzeugbeschaffung und zu Investitionen in Gerätehäuser in den kommenden fünf Jahren, soll erst im zweiten Halbjahr abschließend beraten werden. Der Feuerwehrchef aus Hannover lobte, dass die Stadt den Weg über einen Bedarfsplan gehe.

Das Thema stecke in Niedersachsen noch in den Kinderschuhen. Lange sieht die Feuerwehr gut aufgestellt. „Duderstadt muss sich nicht verstecken.“ In zehn Minuten mit einer ersten Einheit mit sechs bis neun Mann und in weiteren fünf Minuten mit einer weiteren Einheit vor Orts zu sein sei in 90 Prozent der Fälle zu erreichen. Für den Gutachter ist das eine „adäquate Hilfefrist“.

Lange empfiehlt allerdings auch, in einigen Punkten Verbesserungen anzustreben. So schlägt er vor, künftig Tragkraftspritzenfahrzeuge mit kleinerem Wassertank (TSF-W) statt einfache TSF für die Grundausstattung anzuschaffen. In der vom Ausschuss gebilligten Prioritätenliste steht ein Tanklöschfahrzeug (TLF) für die Ortswehr Brochthausen an erster Stelle.

Jeweils ein TSF-W soll als nächstes für Mingerode, Fuhrbach und Westerode beschafft werden. In Mingerode muss das Gerätehaus auch zumindest umgebaut werden. Das wird derzeit geprüft.

Lange bemängelt eine zu geringe Zahl von Atemschutzträgern. Das werde zwar bei der Alarmierung berücksichtigt, aber es müsse die „Werbetrommel“ für die Ausbildung gerührt werden. Das Gerätehaus in Duderstadt stuft der Experte als „nicht mehr bedarfsgerecht“ ein. Möglich sei auch, die Kooperation mit einem Unternehmen zu suchen.

Mit einer Summe von sechs Millionen Euro für einen Neubau betreibe er eher „worst case“-Denken, das sei aber besser als hinterher aufzuwachen. Brandschutz sei Teil der Daseinsvorsorge und ureigene kommunale Aufgabe, sagte Lange. Deshalb entscheide am Ende auch der Rat.

Bis 2020 hält Lange rund 8,11 Millionen Euro an Investitionen für Fahrzeuge und Gerätehäuser der 15 Ortswehren für nötig.

Alle drei Varianten für das Gerätehaus Duderstadt müssten sorgfältig gewichtet und erst dann entschieden werden, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). „Wir müssen froh sein, über jedes ehrenamtliche Mitglied“, sagte Stadtbrandmeister Kai Walter. Bei einem Umbau zur Berufsfeuerwehr müsste Duderstadt Lange zufolge allein für Personalkosten jedes Jahr fünf Millionen Euro aufbringen.

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