Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 18 ° Gewitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Drogendealer zu Bewährungsstrafe verurteilt

Amtsgericht Duderstadt Drogendealer zu Bewährungsstrafe verurteilt

Zu zwei Jahren Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, ist ein 35-Jähriger aus der Samtgemeinde Gieboldehausen am Duderstädter Amtsgericht verurteilt worden.  Dort musste er sich wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten.

Voriger Artikel
Ab April gilt für Hunde Leinenzwang
Nächster Artikel
Frühlingsmarkt in Duderstadt
Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt.  „Sie hatten schweinemäßiges Glück“, sagte Richter Michael Pietzek. Zwei Jahre hatte es gedauert, bis das mit der Begutachtung von Drogen überlastete Landeskriminalamt den Wirkstoffgehalt prüfen konnte. Seitdem war der wortkarge Angeklagte, der zum Zeitpunkt der Straftaten unter Bewährung stand, nicht mehr aufgefallen. Das kam ihm jetzt zugute. Der von Hartz-IV lebende Arbeitslose muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten und sich in den nächsten vier Jahren bewähren. „Wenn das nicht klappt, rücken Sie ein, neue Straftaten können Sie gebrauchen wie ein Loch im Knie“, gab ihm Pietzek mit auf den Weg: „Es wird Zeit, dass Sie etwas aus ihrem Leben machen.“

Cannabis und Amphetamin

Ein Jahr im Gefängnis gesessen hatte der wegen Sachbeschädigung, unerlaubten Waffenbesitzes (ein Schlagring) und Betäubungsmitteldelikten Vorbestrafte bereits. Im Januar 2015 fand die Polizei bei einer Verkehrskontrolle in der Duderstädter Bahnhofstraße in seinem Rucksack  mehr als 60 Gramm Haschisch und Marihuna sowie knapp 70 Gramm Amphetamin in Plastik-Klemmtüten und eine Feinwaage. Zwei Monate später schlug den Beamten schon im Hausflur Marihuanageruch entgegen, als sie seine Wohnung durchsuchen wollten. Dort wurden unter Einsatz von Rauschgift- und Geldspürhunden dann rund 40 Gramm Cannabis und 90 Gramm Amphetaminsulfat sowie 455 Euro Bargeld sichergestellt. Mit der Einziehung des Geldes erklärten sich der geständige Angeklagte und sein Anwalt ebenso einverstanden wie mit dem Urteil, das den Plädoyers von Anklage und Verteidigung folgte. Sein Handy bekam der 35-Jährige zurück. Dessen Auswertung hatte keine Auffälligkeiten ergeben.

Geständnis abgelegt

Der Angeklagte räumte ein, dass er die Drogen in Duderstadt weiterverkaufen wollte. Zur Quelle und zu Abnehmern äußerte er sich nicht. Die Drogen habe er am Busbahnhof erworben, bei der Kontrolle als Beifahrer in der Bahnhofstraße sei er zugedröhnt gewesen. Seit mehr als einem Jahr nehme er keine Drogen mehr und sei nur noch zuhause. „Wenn einer Erfahrung mit Betäubungsmitteln hat, dann der Angeklagte“, merkte Pietzek an. Umso schleierhafter erschien ihm, dass sich der 35-Jährige überrascht von der Wohnungsdurchsuchung nach der vorangegangen Kontrolle zeigte: „Wie bekloppt muss man sein?“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter