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Drohnen für private Nutzung auf dem Vormarsch

Herrscher der Lüfte Drohnen für private Nutzung auf dem Vormarsch

Wenn man bei einem Spaziergang ein hohes Surren vernimmt und ein schwarzer Punkt in weiter Ferne über dem eigenen Kopf kreist – keine Angst, es handelt sich wahrscheinlich um einen Quadrocopter, im Volksmund „Drohne“ genannt.

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Mehr als ein Spielzeug: Martin Menzel steuert seinen Quadrocopter mit hochauflösender Kamera.

Quelle: Richter

Duderstadt. Vor dem Modellbau-Laden von Martin Menzel gleitet eines dieser Fluggeräte  nieder und landet einen Schritt vor Menzels Füßen. „Die Technik ist so hochwertig, die kommt zur Not alleine nach Hause“, erklärt Menzel.

Seit etwa zwei Jahren wächst die Fangemeinde der kleinen Fluggeräte. Der Reiz, das Objekt sicher durch die Luft zu steuern, dabei noch Video- oder Fotoaufnahmen aus besonderen Winkeln aufzunehmen, lockt nicht nur den passionierten Modellbauer an die Ladentheke von Menzel. Mit steigender Nutzerzahl, steigt auch das Potential des Missbrauchs der ferngesteuerten Fluggeräte. „Die aktuelle Rechtslage ist grob aufgebaut und hat noch große Lücken“, sagt Constantin Elsner von der Malsburg vom Golfplatz Rittergut Rothenberger Haus.

Er habe sich in erster Linie eine Drohne zugelegt, um Bild- und Videoaufnahmen von der Golfanlage aufzunehmen. Spaß am Fliegen spiele ebenfalls eine Rolle. Nun, nach mehr als 100 Stunden Flugerfahrung, ist Elsner der Meinung, dass die Beschaffung einer Drohne nicht ohne Weiteres gestattet sein sollte.

„Die Geschwindigkeit einer Drohne löst mit den Bewegungsmöglichkeiten und dem Eigengewicht im unglücklichen Fall ein Drama aus“, sagt der Hobby-Pilot. Je nach Gelände müsse ein „Führerschein“ oder eine Genehmigung ausgestellt werden.

Menzel hat indes eine andere Meinung: „Die wesentlichen Punkte sind bereits gut reguliert“, sagt er. Es dürfe nicht über Mensch und Tier geflogen werden, man benötige eine Aufstiegserlaubnis und eine Haftpflichtversicherung für das Gerät, Film- und Videoaufnahmen anzufertigen und zu veröffentlichen sei zudem streng reguliert. Auch habe er als zweiter Vorsitzender des Eichsfelder Modellbau-Clubs noch keine Erfahrungen mit dem Missbrauch der Geräte gesammelt.

Die Begeisterung, die Menzel und Elsner gleichermaßen ausstrahlen, wenn sie über Drohnen sprechen oder sie durch die Luft steuern, ist ansteckend – die Nutzungsmöglichkeiten sind verlockend. „Ich denke, dass der Drohnenabsatzmarkt stark zunehmen wird“, prophezeit Elsner. Die Preisentwicklung mache es möglich.

Von handgroßen Quadrocoptern, die für 20 Euro zu haben sind, bis hin zu professionellen Multicoptern mit HD-Kamera, die mehrere tausend Euro kosten, die Angebote sind vielfältig. Wozu das Fluggerät nach Erwerb genutzt wird, liegt in der Hand des Nutzers.

Von Kay Weseloh

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