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Druiden-Orden gründet Eichsfeld-Loge

Druidenstern Druiden-Orden gründet Eichsfeld-Loge

Nein, sie tragen weder weiße Gewänder noch wollen sie Misteln von den Stadtwall-Bäumen pflücken oder sich in Karst-Steinkreisen treffen, als Zaubertrank präferieren sie Mineralwasser oder Heimatliebe-Bier: Die Mitglieder des Deutschen Druiden-Ordens fühlen sich den Werten der Aufklärung und des Humanismus verbunden, verfolgen ähnliche Ziele wie Freimaurer, Rotarier und Lyons-Club, haben aber andere Riten, andere Ursprünge und ein anderes Selbstverständnis.

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Druiden-Orden gründet Eichsfeld-Loge

Quelle: EF

Duderstadt. Die Druiden-Stammtischrunde, die sich bereits seit Monaten im Hotel Zum Löwen trifft, schließt eine Lücke zwischen Kassel und Goslar und gründet jetzt eine eigene Loge: „Zur Brüderlichkeit“ Eichsfeld. Die öffentliche Gründungsfeier mit Gästen aus weiteren Druiden-Logen beginnt am Sonnabend, 23. Mai, um 13.30 Uhr im Hotel Zum Löwen.

Von den neun Gründungsmitgliedern wohnt nur Andreas Wichmann in Duderstadt, alle anderen kommen aus dem Umland – vom Obereichsfeld bis zum Harz. „Prinzipiell kann jeder, der zu uns passt, ab einem Alter von 25 Jahren bei uns einen Platz finden“, wirbt Stefan Flacke aus Hundeshagen um neue Mitglieder: „Wir wollen eine junge, dynamische Loge mit alten Werten, einen Freundeskreis, auf den man sich verlassen kann. Menschlichkeit und Nächstenliebe stehen obenan.“

Druidenstern nennt sich die Zeitschrift des Deutschen und Schweizerischen Druiden-Ordens, die dreimal jährlich erscheint. Rote Krawatten mit goldenem Stern als Markenzeichen tragen auch die Eichsfelder Logenbrüder. Der siebenstrahlige Stern gehört zu den Natursymbolen, die in Anlehnung an die historischen Druiden als rituellen Symbolen verwendet werden.

In Deutschland gibt es mehr als 60 Logen, darunter drei Frauenlogen mit wachsendem Zulauf. Es gehe um Tradition und Freiräume, begründen die Brüder die formale Trennung nach Geschlechtern. Streitthemen wie Religion und Politik blieben bei den Treffen draußen vor, sagt Flacke.

Gegründet wurde der Orden 1781 im Geiste der Aufklärung. Die Ursprünge der deutschen Druidenbewegung seien auf deutsche Einwanderer in Amerika zurückzuführen, berichtet Wilfried Himpel, Altersvorsitzender der Großloge Niedersachsen.

Der Orden habe auch die Funktion eines sozialen Netzwerks gehabt und aus Spendengeldern soziale Einrichtungen wie Kinderheime geschaffen, die in der NS-Zeit beschlagnahmt worden seien. Seit 40 Jahren gibt es den gemeinnützigen Verein Druiden-Hilfe, der sich die Förderung sozialer Projekte auf die Fahne geschrieben hat. Auch im Eichsfeld wollen sich die Druiden bemühen, karikative Organisationen und Kultur zu unterstützen.

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©Richter