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Gewerbeflächen im Breiten Anger sind gefragt

Duderstadt Gewerbeflächen im Breiten Anger sind gefragt

Bewegung im Gewerbegebiet Breiter Anger in Duderstadt: „Wir haben ein Superjahr hinter uns und allein in den vergangenen zwölf Monaten rund 23000 Quadratmeter verkauft“, sagt Gerald Werner, Wirtschaftsförderer der Stadt Duderstadt.

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Bauarbeiten im Gewerbegebiet Breiten Anger.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. 40 Prozent der insgesamt rund 14 Hektar großen Baulandfläche seien an neun Firmen vergeben und 50 Prozent für sieben Firmen reserviert, die überwiegend im Produktionsbereich tätig seien, zehn Prozent noch frei.

Hinter den Reservierungen würden sich keine „Luftnummern“ verbergen, vielmehr habe es konkrete Gespräche zwischen Firmen und der Stadt gegeben. „Im Idealfall schließt sich in Kürze ein Grundstückskauf an“, erläutert Werner.

Umgehungsstraße führt zu signifikant steigende Nachfrage

Wichtige Impulse seien von der Fertigstellung der Umgehungsstraße in diesem Bereich ausgegangen. „Sie hat sich zum Riesenfaktor entwickelt, die Nachfrage ist signifikant gestiegen“, beschreibt er die Entwicklung. Es gebe aktuell sogar Nachfragen aus dem Thüringer Bereich.

Spatenstich für das Gewerbegebiet war am 14. Dezember 2005. Für für Stadt sei es ein „Kraftakt“ gewesen, die von einer Vielzahl von Besitzern zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen in Eigentum zu bekommen, erläutert Hans-Joachim Straub, Fachbereichsleiter Finanzen, Wirtschaft und Bürgerservice bei der Stadt Duderstadt. Die Erschließung sei in vier Etappen erfolgt, Schlusspunkt drei Jahre später die kommunale Spange und damit die Verbindung vom Otto-Bock-Kreisel zur Umgehungsstraße gewesen, sagt Straub.

DIe Erschließung habe mehr als vier Millionen Euro gekostet. 80 Prozent der Mittel stammten aus der Infrastrukturförderung des Landes, jeweils zehn Prozent übernahmen Landkreis und die Stadt Duderstadt. „So eine Förderung wäre heutzutage, wenn überhaupt, nur schwer erreichbar“, vermutet Straub und ergänzt: „Bei einer geringeren Förderung hätten wir dieses Gebiet nicht stemmen können.“

Als erstes Unternehmen habe sich die Firma Ryma Systembau angesiedelt, es folgten der Baggerbetrieb Ahlborn, Loest Präzisionsmechanik, Spezialbau Daume, und die Motorradwerkstatt Old Thunder. Für das Unternehmen Gartenbau Mecke laufen die Bauarbeiten, der Standort werde in rund einem Jahr in Betrieb genommen, berichtet Werner.

Ein „besonderer Leuchtturm“ und „Vorzeigebetrieb“ solle das Hightech-Unternehmen Ax-Lightness werden. Dabei handelt es sich um eine Manufaktur, die in aufwendiger Handarbeit Carbon-Produkte insbesondere für die Segmente Radsport und Automotive fertigt. Das derzeit noch in Oberfranken ansässige Unternehmen werde künftig ausschließlich in Duderstadt beheimatet sein, die Fertigung soll in einem Jahr beginnen. Zu Ax-Lightness gehöre auch die Marke Benotti gehören, die unter anderem für das leichteste Serien-Mountainbike der Welt steht.

Gesamter Wirtschaftsraum profitiert vom Breiten Anger

„Das sind genau die Betriebe, die wir im Breiten Anger brauchen, die arbeitsplatzintensiv sind und wovon der gesamte Wirtschaftsraum profitiert“, betont Werner. Genau daran seien auch die Fördergelder des Landes Niedersachsen geknüpft.

Zwei weitere „hochspannende“, auch weltweit agierende Unternehmen aus den Bereichen Forschung und Produktion, deren Namen noch nicht genannt werden, kämen im Rahmen einer Betriebsverlagerung und -erweiterung ebenfalls nach Duderstadt, berichtet Werner. Langfristig dürfte es in beiden Fällen darauf hinauslaufen, dass der Breite Anger alleiniger Sitz dieser Firmen ist.

Von Axel Artmann

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