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Großeinsätze in Hamburg

Einsatz-Vorbereitungen bei der Bundespolizei Großeinsätze in Hamburg

Die Duderstädter Bundespolizeiabteilung bereitet sich zurzeit auf einen von zwei Großeinsätzen in Hamburg vor. Zunächst organisieren die Beamten vom Euzenberg die Logistik für den Einsatz zum OSZE-Ministerratstreffen in Hamburg am 8. und 9. Dezember. 2017 steht dann die Logistik beim G20-Gipfel an.

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Polizeihauptkommissar Dietmar Kerl (rechts) und Koch Simon Huch beladen ein Einsatzfahrzeug.

Quelle: Franke

Duderstadt. „Das ist das erste Mal, dass wir die Logistik übernehmen“, erzählt Polizeidirektor Martin Kröger. „Wir zehren dabei von den Erfahrungen des Tages der Bereitschaftspolizei in Duderstadt mit rund 800 Teilnehmern und etwa 1600 Personen insgesamt.“ In Hamburg gelte es aber, bis zu 3000 Beamte der Bundespolizei zu versorgen und in 32 Hotels im Großraum Hamburg unterzubringen, erläutert Polizeihauptkommissar Dietmar Kerl, der als erster Sachbearbeiter im Sachgebiet Einsatz eigens für die Einsätze in Hamburg freigestellt wurde und mit zwei Mitarbeitern das Planungsbüro betreut. „Wir haben dort einen enormen logistischen Aufwand zu bewältigen“, ergänzt Kröger.

Nicht nur die Beamten müssen die Duderstädter im Großraum Hamburg unterbringen. Sie müssen auch in der Stadt, in der Parkplätze eher Mangelware sind, Parkraum für bis zu 1000 Kleinfahrzeuge bereithalten. „Wir haben dafür zwei Großraumflächen vorgesehen“, so Kerl. Darüber hinaus müsse der Transport zwischen Parkplätzen, Hotels und Einsatzorten gesichert sein. „Um nicht zu viel Zeit im Stau zu verbringen, werden die Transporte immer kurz vor oder nach der Hauptverkehrszeit starten“, erklärt Kerl.

Das logistische Aufgabenfeld umfasst nach Angaben von Kerl noch zahlreiche weitere Aufgaben: „Wir müssen zum Beispiel schauen, wo wir eine Werkstatt einrichten können, müssen Funkverbindungen sicherstellen und auch einen Wäschetausch in einem mobilen Servicepunkt anbieten.“ Wie Kröger berichtet, wird auch ein Abschnitt für Informations- und Beschwerdemanagement eingerichtet, um auf Beschwerden früh und schnell reagieren zu können. „Eine große Herausforderung wird die Essensbesorgung“, so Kerl. Während der Einsatzdauer in Hamburg werden rund 50 000 Mahzeiten verteilt – ohne Frühstück, dass in den Hotels eingenommen wird. „Die warmen Mahlzeiten werden in den Standpunkten in Ratzeburg und Uelzen zubereitet“, sagt Kerl. Pro Ausgabeeinheit in Hamburg sei mit 180 Tellergerichten pro Stunde zu rechnen. Hinzu kommen Kaltverpflegungspakete mit drei Getränkeflaschen, Schnitzel oder Frikadelle, Brötchen, Süßem und Obst, wobei es auch immer vegetarische Angebote gebe.

„Eine Besonderheit“, sagt Kröger, „ist die enge Zusammenarbeit mit der Landespolizei im taktischen und logistischem Bereich.“ Insgesamt sind mit zivilen Mitarbeitern in der Logistik rund 400 Personen in Hamburg tätig. Der Einsatzzeitraum ist auf den 2. bis 11. Dezember festgesetzt, wobei die ersten Duderstädter bereits am 21. November nach Hamburg gehen und der Rest am 28. November nachkommt. Unterstellt sind den Duderstädtern acht EuStoS-Einheiten (Einsatzunterstützung Standort Service) aus dem Bundesgebiet. Hinzu kommen Regionale Bereichswerkstätten (RBW) des Bundespolizeipräsidiums unter Führung der RWB Duderstadt, die für die Instandsetzung von zum Beispiel Fahrzeugen, Waffen und Funkgeräten zuständig.

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