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Kommunionkleiderbörse in St. Cyriakus Duderstadt

Zeigt her eure Kleider Kommunionkleiderbörse in St. Cyriakus Duderstadt

„Gibt‘s hier was umsonst?“ Beinahe jeder, der am Sonnabendvormittag um kurz vor zehn Uhr das Pfarrheim an der katholischen Kirche St. Cyriakus betritt, stellt diese oder eine ähnliche Frage. Dabei sind die Männer und Frauen, viele von ihnen samt Kindern, alle aus dem selben Grund dorthin gekommen: um bei der Kommunionkleiderbörse ein Schnäppchen zu schlagen.

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Andrang bei den Anzügen: Eltern und Kinder beim Stöbern.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. Seit mehr als 20 Jahren bietet die Kirche den Verkauf gebrauchter, gut erhaltener Kleider und Röcke, Anzüge und Schuhe an. „In diesem Jahr ist besonders viel los“, berichtet Lioba Stadermann, die bereits im vierten Jahr im Organisationsteam hilft.

Dabei könne man im Vorfeld nie genau wissen, was tatsächlich an diesem Tag passiere. Gibt es beispielsweise genügend Auswahl für bestimmte, aktuell gängige Größen? Wird der Geschmack der Kunden getroffen? „Wir wissen weder, was gebracht wird, noch, wer am Verkaufstag kommt.“

An diesem Sonnabend kommen viele. Zielsicher teilen sich am Eingang die Gruppen auf, um an den nach Geschlecht und Größe sortierten Ständern zu stöbern. Nicht nur Kommunionkinder suchen nach Kleidung für ihren großen Tag. Zu den „Stammgästen“ beispielsweise gehört eine Frau, die besonders kleine Füße hat, wie sie an der Kasse erzählt, und sich jedes Jahr Schuhe kauft.

„Die Auswahl ist beinahe so groß wie im Geschäft“

Extra aus Rosdorf angereist ist Lynn Neumann mit ihrer Familie. Nach wenigen Minuten ist die Achtjährige beinahe komplett ausgestattet, bis hin zum Haarschmuck. Allerdings hat sie ein Problem. „Ich kann mich nicht entscheiden“, sagt sie. „Die Auswahl ist beinahe so groß wie im Geschäft“, erklärt Mutter Tamara, während ihre Tochter ein weiteres Modell anprobiert. Dabei seien die Kleider rund 50 Prozent günstiger.

Keinesfalls würden nur sozial schwache Familien die Börse besuchen, erklärt Stadermann. Viele sähen sich zuerst bei der Börse um, „und wenn nichts dabei ist, gehen sie eben ins Geschäft.“

Gebracht werden die Kleider im Vorfeld von Privatleuten. „Wer Kleider bringt, bekommt im Anschluss an die Börse das Geld“, erklärt Stadermann. Zehn Prozent gingen an die Kirchengemeinde. Davon würde im Anschluss die Jugendarbeit, beispielsweise die Sternsingeraktion, unterstützt.

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©Richter