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Duderstadt: Geschenkideen in letzter Minute

Kurz vor dem Fest Duderstadt: Geschenkideen in letzter Minute

Die Temperaturen erinnern an Ostern, doch heute ist Heiligabend. In den Geschäften der Region herrscht seit Tagen Hochbetrieb, die Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun. Grund: Immer mehr Eichsfelder besorgen ihre Präsente erst sehr zeitnah vor der Bescherung. Und so rechnen viele Händler bis in die Mittagsstunden noch einmal mit einem Ansturm von Spätentschlossenen.

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 Last-Minute-Geschenke-Einkauf im Fachgeschäft Willi Döring in Gieboldehausen: Angelika Gassner (l.) berät Sigrid Thies.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Das Buch ist ein passendes Geschenk in letzter Minute“, sagt Christian Mecke von der gleichnamigen Duderstädter Buchhandlung. Gerne gewählt würden Werke, die in Wort und Bild an den Siegeszug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Brasilien erinnern.

Auf vielen Gabentischen dürfte auch Hape Kerkelings Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft“ liegen, schließt Mecke aus der Nachfrage. „Das ist leicht zu lesen und bietet auch inhaltlich etwas“, so der Buchhändler. Klassische Last-Minute-Geschenke seien außerdem Bücher mit inhaltlichem Bezug zum Eichsfeld.

„Kurz vor Weihnachten werden kleine, nützliche Haushaltsgeräte gekauft“, berichtet Heike Wiegmann von Electroplus Wiegmann. Als Beispiele nennt sie Epilierer, Haarglätter, Espresso-Vollautomaten, elektrische Zahnbürsten und Rasierer. „Heiligabend kommen oft Männer, die noch eine Supergeschenkidee suchen“, weiß Wiegmann aus langjähriger Erfahrung. Gutscheine würden immer häufiger gewählt – und das gerade auch unmittelbar vor dem Fest.

„Das Kinderspiel des Jahres ist immer eine schöne Idee. Es kommt gut an, und der Beschenkte hat es vermutlich noch nicht“, sagt Heidi Schmalstieg vom Spielwarenfachgeschäft auf der Spiegelbrücke und nennt „Geister, Geister, Schatzsuchmeister“ als mögliches Last-Minute-Geschenk.

Die Wahl falle häufig auch auf Figuren des Herstellers Schleich. Die letzten Kunden vor der Bescherung seien oft Herren, die für ihre Patenkinder eine kleine Überraschung suchen.

Im modischen Bereich stehen Klassiker hoch im Kurs. „Socken, Krawatten und Hemden“, nennt Marco Gruhle vom Modehaus E+R als Beispiele. Auffällig sei beim vorweihnachtlichen Geschenke-Endspurt das unterschiedliche Kaufverhalten der Geschlechter: „Männer haben Ideen, Frauen lassen sich inspirieren.“

„Die erste Welle ist durch, aber in dieser Kurzwoche ruckt es noch einmal“, so Ulrich Werner vom Uhren- und Schmuckfachgeschäft in der Jüdenstraße. Die Eichsfelder würden immer mehr Wert auf ein stimmiges Outfit legen, was auch unmittelbar vor dem Fest die Auswahl der Geschenke bestimme.

Armbänder in Edelstahl oder aus Echtsilber mit dazu passenden Ketten spiegelten diesen Trend bei Herren wider, roséfarbener Schmuck in Edelstahl und Silber, der mit Ringen und Ohrringen harmoniert, bei Damen. Bei beiden Geschlechtern sei angesagt, dass Uhren und Schmuck aufeinander abgestimmt sind.

Ein „großes Thema“ kurz vor dem Fest sind Tischdecken mit weihnachtlichen Motiven oder Engel und Sterne in vielen Variationen, berichtet Thomas Weber vom gleichnamigen Atelier. Das sehr milde Wetter der vergangenen Tage spiegele sich im Kaufverhalten wider. So sei die Nachfrage nach wärmender Bettwäsche eher „verhalten“.

„Wer jetzt Geschenke auswählt, ist schneller in seiner Entscheidung und überlegt nicht mehr so lange“, bemerkt Katharina Haase vom Gieboldehäuser Fachgeschäft Willi Döring. Mundgeblasene nostalgische Vögel würden kurz vor dem Weihnachtsfest ebenso gerne gekauft wie eine brandaktuelle Serie von Lego, die gerade erst auf den Markt gekommen ist, Engel als Schlüsselanhänger oder zum Aufstellen sowie Kerzen und Christbaumkugeln.

Gefragt als Präsent sei auch das vor zwei Wochen erschienene Buch aus der Reihe ZEIT REISE, das den Untertitel „25 Jahre Einheit ohne Grenze(n)“ trägt.

Sind schließlich alle Geschenke beisammen, greifen viele Eichsfelder noch ein letztes Mal in den Geldbeutel. So wie Reinhard Wüstefeld. „Zum Abschluss kaufe ich immer Geschenkpapier“, berichtet der Gieboldehäuser.

Von Axel Artmann

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