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Duderstadt: Lebenshilfe erweitert Quartier am Kutschenberg

Zuschuss von Aktion Mensch ermöglicht Baustart Duderstadt: Lebenshilfe erweitert Quartier am Kutschenberg

Erweiterungs- und Baupläne für ihr Quartier am Kutschenberg hegt die Lebenshilfe bereits seit Jahren. Beim Neujahrsempfang am Sonntag verkündete  Vorsitzender Manfred Thiele, dass eine entscheidende finanzielle Hürde genommen sei: Aktion Mensch bezuschusst den Umbau der Begegnungsstätte mit 156 000 Euro. Das ermögliche den Baustart  im April oder Mai.

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Wird umgebaut und erweitert: Lebenshilfe-Quartier am Kutschenberg.

Quelle: Vollmer

Duderstadt. Ursprünglich wollte die Selbsthilfeorganisation für behinderte Menschen ein weiteres Wohnhaus bauen, hat sich dann aber anders entschieden. Ein Neubau wäre erheblich teurer geworden und wegen der in unmittelbarer Nähe gelegenen Wohnstätte der Harz-Weser-Werkstätten nicht bezuschusst worden, sagt Thiele. Deshalb wurde ein Paket geschnürt, zu dem der Umbau der Begegnungsstätte, ein neues Fahrzeug und der Ausbau von Wohnungen im Dachgeschoss gehören. Die Pläne dafür hat Martin Vollmer vom Architekturbüro Kwoczek erstellt – wie schon vor Jahren die Neubaupläne.

Rund 20 Prozent der Investitionssumme in Höhe von 880 000 Euro kann die Lebenshilfe selbst stemmen. Die Restsumme soll über Zuschüsse, Spenden, Bürgerfest-Erlös und Kreditaufnahme bei der NBank, der Förderbank des Landes Niedersachsen, finanziert werden. „Die Konditionen sind zurzeit sehr günstig”, sagt Thieles Stellvertreter Herbert Schmalstieg: „Die Chance müssen wir nutzen.”

Wird umgebaut und erweitert: Lebenshilfe-Quartier am Kutschenberg.

Quelle: Vollmer

 

In der Begegnungsstätte soll ein Kreativraum für Aktivitäten vom Töpfern bis zum Tischlern geschaffen, die Teeküche zu einer professionellen Küche umgebaut, vier weitere Garagen angebaut, alle Eingänge mit einem automatischen Öffnungssystem versehen und die Technik auf den aktuellen Stand gebracht werden, die Wiese hinter dem Haus zu einem Garten mit Nutzungsmöglichkeiten wie Hochbeeten umgestaltet werden. Im Wohnhaus sollen die vorhandenen sieben Wohnungen für ambulant betreutes Wohnen modernisiert und mit kleinen Balkonen versehen, im Dachgeschoss drei bis vier weitere Wohnungen mit Gauben ausgebaut werden. Darüber hinaus will die Lebenshilfe einen neuen Kleinbus mit Hebebühne anschaffen, um mehr Rollstuhlfahrer besser befördern zu können. Auch dafür hat Aktion Mensch einen Zuschuss bewilligt. Aktion Mensch kaufe den Mercedes Sprinter selbst und übernehme 70 Prozent der mehr als 70 000 Euro Anschaffungskosten, teilt Thiele mit. Der Ausbau des Wohnhauses sei bei laufendem Betrieb möglich, soll als letzter Schritt erfolgen und bis Ende 2016 abgeschlossen werden.

Weitere Neuigkeiten von der Lebenshilfe: Nach 28 Jahren als Geschäftsführer geht Rudi Nowald in den Ruhestand, Nachfolger zum 1. März wird Karl-Heinz Burchard. Das 16. Bürgerfest wird nicht mehr wie in den Vorjahren im August, sondern vom 11. bis 13. September gefeiert. Und am 14. Juni wird erstmals eine Wallfahrt für Menschen mit Behinderungen in Germershausen durchgeführt.

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©Richter