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Mehr als 1000 Unterschriften für Bäder

Aktion der „Frühschwimmer“: Mehr als 1000 Unterschriften für Bäder

Mehr als 1000 Unterschriften haben die selbsternannten „Frühschwimmer“ für den Erhalt und die Sanierung des Freibades sowie des Hallenbades in Duderstadt gesammelt. Die Unterschriftenlisten übergaben sie dem Geschäftsführer der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB), Markus Kuhlmann.

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Übergabe der 1000 Unterschriften für den Erhalt der Bäder. V.l.: Markus Kuhlmann, Uwe Tuma, Susanne Wurm, Wolfgang Wucherpfennig, Bernd Schwien

Quelle: Thiele

Duderstadt. Die „Frühschwimmer“, das sind Bernd Schwien, Wolfgang Wucherpfennig und Susanne Wurm, die wie einige andere Duderstädter und Menschen aus der Region schon seit vielen Jahren regelmäßig die Frühbadestunde von 6.30 bis 7.30 Uhr im Hallenbad nutzen, um vor der Arbeit schon mal ihre Bahnen zu ziehen. Sie sehen sich als Vertreter der Schwimmbadnutzer. „60 Listen á 18 Unterschriften haben wir bisher voll bekommen“, sagt Schwien. Die Zettel lagen unter anderem in Einkaufsmärkten aus. Und die Badeliebhaber sammeln weiter.

Auf den Listen fordern die Unterzeichner „den Erhalt und die Sanierung der Schwimmbäder in Duderstadt“. Sie kritisieren, dass es noch immer keine verbindliche Aussage seitens der EWB als Betreiber und Gesellschafter zu dem Thema gebe. Ihre Schlussfolgerung: „Daher müssen wir davon ausgehen, dass es politischer Wille ist, das Hallenbad und langfristig auch das Freibad zu schließen.“

Das ist für die „Frühschwimmer“ keine Option. „Wir fordern ein Gesamtkonzept“, sagt Schwien. Ihnen sei es wichtig, sowohl im Sommer als auch im Winter eine Schwimmöglichkeit in Duderstadt zu haben. Überreicht haben sie die Listen nun EWB-Chef Kuhlmann. Bis Mitte Dezember hätten sie noch Zeit, weitere Listen abzugeben, so Kuhlmann. „Dann wird bei der Aufsichtsratssitzung über die Bäder diskutiert und entschieden“, sagt er.

Der politische Wille zum Schwimmbaderhalt sei durchaus vorhanden, die Finanzierung aber weiterhin ungeklärt, hält Kuhlmann dem Vorwurf der „Frühschwimmer“ entgegen. Dabei sei vor allem das Hallenbad das größere Problem: Laut Machbarkeitsstudie besteht dort ein Sanierungsbedarf von 3,1 Millionen Euro, eine Förderung durch den Bund wird nicht erfolgen. Nach einem separaten Betongutachten, das die EWB in Auftrag gegeben hat, seien zusätzlich 300 000 Euro für eine Vollsanierung des Beckenkörpers in den kommenden zwei Jahren erforderlich.

„Zurzeit läuft eine Potenzialanalyse zum Wasserbereich“, sagt Kuhlmann außerdem. Auch die Ergebnisse dieser Analyse werden bei der Aufsichtsratssitzung Thema sein und könnten Einfluss auf eine mögliche Entscheidung haben. Finanziell beteiligt an der Studie sind Kreissportbund, die Stadt Duderstadt und der DLRG.

Auch das Freibad ist sanierungsbedürftig – rund 3,6 Millionen Euro müssten da laut Gutachten investiert werden. Das Freibad könne jedoch erst mit Bordmitteln weiterbetrieben werden, so Kuhlmann, der weiterhin sagt: „Eine Entscheidung muss noch in diesem Jahr getroffen werden.“ Die „Frühschwimmer“ hoffen, dass sie diese mit ihren Unterschriftenlisten positiv beeinflussen können.

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Von Redakteur Hannah Scheiwe

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