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Duderstadt: St. Servatius erhält neue Mikrofonanlage

Lutheraner investieren 16 000 Euro in moderne Technik Duderstadt: St. Servatius erhält neue Mikrofonanlage

40 Jahre treue Dienste hat die alte Mikrofonanlage geleistet. Nun hat die evangelische Kirche St. Servatius in Duderstadt für 16 000 Euro eine neue Anlage erhalten. Sie stammt von der Firma Seis Akustik, die bereits für den Niedersächsischen Landtag und das Hamburger Thalia-Theater gearbeitet hat.

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Pastorin Christina Abel und der verantwortliche Techniker Andreas Rezler testen die neue Mikrofonanlage in der St.-Servatius-Kirche.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Wir haben jetzt Funkmikrofone, die in diesem Jahr beim Krippenspiel erstmals Dialoge quer durch die ganze Kirche ermöglichen werden“, nennt Pastorin Christina Abel eine der vielen Neuerungen. Lesepult, Kanzel und Altar erhielten kleine, unauffällige Kondensatormikrofone, die für eine gute Verständlichkeit im Raum sorgen. „Sie passen sich automatisch der Art des Sprechers an“, erläutert Uwe Sonntag, der das Gehrdener Unternehmen gegründet hat und seit 35 Jahren in Kirchen für Beschallungstechnik sorgt. Kräftige, sonore Stimmen werden anders als zaghafte, leise Stimmen nicht zusätzlich verstärkt.

Dafür sorgt das Herz der Anlage, ein digitaler Matrix-Verstärker. Er steuert auch die Lautsprecher. Sie senden den Schall gezielt dorthin, wo die Gläubigen sitzen oder stehen. Sie lassen sich per Knopfdruck auf die Zahl der anwesenden Personen einstellen. Die Lautsprecher im Kirchenschiff sind auf Wunsch der Gemeinde nicht an den Säulen, sondern an den Seitenwänden angebracht. Der Verstärker sorgt für eine um 20 bis 30 Millisekunden zeitversetzte Übertragung im Kirchenschiff. Das verhindert einen Nachhall.

Erstmals gibt es Lautsprecher im Altarraum und auf der Empore. „So können Singkreis und Posaunenchor bei großen Gottesdiensten das gesprochene Wort besser verstehen“, nennt Abel den Vorteil. Seit mehreren Jahren steht Seis Akustik mit St. Servatius in Kontakt. Vor einem halben Jahr fiel die Entscheidung. Die Installation dauerte zwei, drei Tage. Die Duderstädter Firma Burchard übernahm die Elektroarbeiten. „Finanziert haben wir alles durch freiwilliges Kirchengeld, Kollekten und Einzelspenden“, sagt Abel.

Die katholische Gemeinde St. Cyriakus hat übrigens eine vergleichbare Anlage in ihrer Kirche. „So können wir uns künftig bei Bedarf untereinander aushelfen“, freut sich die Pastorin.

Von Michael Caspar

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