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Appell ans Bistum beschlossen

Stadtrat drängt auf IGS-Verlängerung Appell ans Bistum beschlossen

Die Verunsicherung der Eltern über die Abwicklung der IGS St. Ursula ist groß, der Unmut im Duderstädter Stadtrat ebenfalls. Um Zeit zu gewinnen, soll die Verwaltung an das Bistum appellieren, doch noch die Einschulung neuer Schüler in diesem Jahr zu ermöglichen.

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Quelle: AIB

Duderstadt. Einstimmig ist das Gremium dieser Anregung von Lothar Koch (CDU) gefolgt. Der Schulpolitiker ist allerdings skeptisch, ob das etwas bewirkt. Vor dem Hintergrund einer „erfolgreichen Schulgeschichte“ kritisierte er „die Art und Weise, wie das Bistum seine Trägerschaft aufgibt“.

Falls der Landkreis als Schulträger eine neue Integrative Gesamtschule einrichten wolle – was bislang nicht der Fall ist, könnte der Kreistag eine Mehrheitsentscheidung treffen, die als weitere Hürde in einer Elternbefragung münden würde. Für den Aufbau müssten zehn Jahre lang jährlich mehr als 80 Schüler nachgewiesen werden. Das wäre nicht möglich, ohne andere Schulformen aufzulösen.

Grüne sehen Potenzial

Der Rat sollte sich positionieren, hatte Hans-Georg Schwedhelm (Grüne) die Diskussion eröffnet. Das Bistum solle gedrängt werden, zu seiner Zusage zu stehen, noch Fünftklässler aufzunehmen, um für 2018 eine Übernahmemöglichkeit zu schaffen.

Das Potenzial für eine IGS als Angebotsschule sei vorhanden, der Elternwille entscheidend, andere Schulen nicht gefährdet – allenfalls die Astrid-Lindgren-Schule als einzügige Hauptschule. „Die Kirche hat keine Zusage gegeben, noch Fünftklässler einzuschulen, der Landkreis kann die IGS aus rechtlichen Gründen nicht einfach übernehmen – so bedauerlich das fehlende Schulangebot mit einer pädagogischen Nische für viele Kinder ist“, stellte Lothar Dinges (WDB) klar.

Nolte dämpft Zuversicht

„Trotz rechtlicher Hürden sollten wir auf eine nochmalige Einschulung drängen, um Zeit für eine Lösung zu gewinnen“, meinte Doris Glahn (SPD). Es wäre bitter, die wichtige Schulform IGS zu verlieren. Marliese Frisch-Dvorák (Grüne) vermisst die schulische Fortführung des Leuchtturmprojekts Inklusiver Campus. Und Thorsten Feike (FDP) merkte an: „Wir sollten jeden Hauch einer Chance für eine IGS in Duderstadt nutzen. Wir tun unseren Kindern nichts Gutes, wenn wir an dieser Stelle aufgeben.“

„Wir müssen die Chancen realistisch einschätzen“, schloss sich Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) Kochs  Warnung vor zu großer Zuversicht an: „Eine neu zu gründende IGS bräuchte Vierzügigkeit mit einer Perspektive für zehn Jahre – und die haben wir nicht.“

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