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Duderstadt feiert Christkönigssonntag

„Ein König spezieller Art“ Duderstadt feiert Christkönigssonntag

Eine besondere Messe konnten Gläubige am Christkönigssonntag in der St.-Cyriakus-Basilika in Duderstadt erleben. Solisten, Propsteichor, „Concertino Göttingen“ und Organisten führten Werke Mozarts auf. Zugleich endeten damit die Feierlichkeiten zur 1200-Jahrfeier des Bistums Hildesheim.

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Quelle: HS

Duderstadt. „Herr, du bist König über alle Welt“ (GL 52) sangen die Gottesdienstbesucher zu Beginn der Messe. Eine Strophe, die den Christkönigtag charakterisiert und wiederkehrender Topos der Messe war. Erst seit 1925 stellt der letzte Sonntag des katholischen Kirchenjahres, die Königsherrschaft Jesu über die Welt dar.

 

Nicht zufällig betonte mit der Einführung der damalige Papst Pius XI. mit der Enzyklika „Quas Primas“, keine sieben Jahre nach Endes des ersten Weltkrieges und im aufkommenden Nationalismus in Europa, dass es für Gläubige eine „höhere Macht“ in der Welt gebe. Als einen „König spezieller Art“ bezeichnete Pfarrer Otto Büschleb Christus, einen, „der ohne roten Teppich und ohne Blaulicht“ auskomme. „Te deum laudamus“ („Dich Gott loben wir“) war eines der beiden Mozart-Werke (KV 141), die der Propsteichor mit den Solisten, dem Orchester „Concertino Göttingen“ und den Organisten Christian Gödecke an der Truhenorgel und Regionalkantor Paul Heggemann eindrucksvoll in der Basilika zu Gehör brachten. Ein kurzes Werk des damals erst 13-jährigen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart vermittelte mit seiner C-Dur-Jubeltonlage den festlich-liturgischen Charakter dieses Festes. „Missa Solemnis“ (KV 337), eine Messe in C-Dur, weist ebenso eine liturgische Haltung auf – oft erhielt sie auch den Beinamen „fürstliche Messe“. Die besondere Qualität des Propsteichores, das gelungene Zusammenspiel mit dem Göttinger Orchester „Concertino“ und den Organisten ließ teilweise den kirchlichen Rahmen in den Hintergrund treten. Nicola Krause-Glandorf brillierte über weite Strecken mit ihrem klaren Sopran, Tanja Niederstraßer (Alt) und Ansgar Oberthür (Bass), beide Solisten des Propsteichores, wussten ein warmes Timbre bescheiden zurückhaltend umzusetzen. Einzig das Fehlen des Tenors – er war kurzzeitig erkrankt – trübte die musikalische Kraft der Messe, die doch mehr ein feierliches Konzert darstellte. Zugleich feierte der engagierte Chor am Gedenktag der heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, sein Chorfest.

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