Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
35 Anträge bereits abgeschlossen

Duderstadt präsentiert Sanierungsergebnisse 35 Anträge bereits abgeschlossen

Rund 35 Personen haben beim 2. bundesweiten Tag der Städtebauförderung am Rundgang durch das Duderstädter Sanierungsgebiet teilgenommen. Den Auftakt bildete die Tageblatt-Geschäftsstelle in der Marktstraße 9. Weitere Stationen waren die Häuser in der Sackstraße 39 und in der Steinstraße 2.

Voriger Artikel
Gerblingeröder Schützen feiern neues Königshaus
Nächster Artikel
Vier Leichtverletzte bei Zusammenstoß

Tageblatt-Geschäftsführer Uwe Graells begrüßt Interessierte in der Geschäftsstelle in Duderstadt.

Quelle: NR

Duderstadt. „Dieses Gebäude zeigt die Möglichkeiten in einem kernsanierten Haus“, begrüßte Tageblatt-Chefredakteur Uwe Graells die Gäste in der Geschäftsstelle. „Mit viel Technik in einem alten Gebäude erfüllt es die Anforderungen an ein modernes Medienhaus.“ Sparkassendirektor Alfons Wüstefeld ergänzte, dass sich für das Finanzinstitut nach dem Erwerb des Hauses nur mit dem Zuschuss aus der Städtebauförderung sowie Sonderabschreibungen wegen des Denkmalschutzes eine positive Verzinsung des eingesetzten Kapitals erreichen ließe: „Wir hätten es zwar auch ohne stemmen können, es wäre aber nicht vertretbar gewesen.“

Vor dieser Frage stand auch Norbert Charles, Kunden- und Baubetreuer eines Hausbauunternehmes und gemeinsam mit seiner Frau Eigentümer des Hauses in der Sackstraße 39: „Als Kaufmann und Ingenieur hätte ich sagen müssen: Lass die Finger davon.“ Doch da das Haus seinem Schwiegervater gehört hatte, habe man sich ob der familiären Bindung zur Sanierung entschlossen. „Für uns stand der energetische Komfort im Mittelpunkt. Schließlich sollten die Heizkosten keine zweite Miete sein“, so Charles. Jürgen Germerott, Fachdienstleiter Bauaufsicht und Denkmalschutz, ergänzt: „Der Schwerpunkt lag bei diesem Gebäude auf der Straßenfassade. Es ist im Gegensatz zur Marktstraße 9 kein Einzeldenkmal, weshalb zum Beispiel auf der Hofseite auch der Einbau von Kunststofffenstern möglich war.“

Das dritte Gebäude des Rundgangs zählt zu Duderstadts Schmuckstücken mit seiner rot-weißen Fachwerkfassade und den zahlreichen Neidköpfen. „Zunächst stand nur ein Fassadenanstrich auf dem Programm. Dann aber fanden wir Spuren von der Vorgängersanierung mit sehr viel Bauschaum und Schädiogungen durch den gescheckten Nagekäfer, einem Insekt, dass Pilzbefall folgt“, erklärt Architekt Florian Hönig. Deshalb habe man unter anderem an der Westfassade die Schwellen im Vollquerschnitt sanieren müssen.

Bei allen Objekten kam die Städtebauförderung zum Zuge, die mit einem Gesamtvolumen von 6,145 Millionen Euro zur Verfügung steht, davon 4,1 Millionen für private Baumaßnahmen. Rund 450 bebaute Grundstücke liegen im Fördergebiet. Rund 120 Beratungsgespräche und Förderanträge habe es bereits gegeben. Davon wurden 35 mit einem Gesamtvolumen von 539 480 Euro abgeschlossen. „Ich hoffe, am Ende ist das Geld ausgegeben“, wünscht sich Germerott weiterhin zahlreiche Förderanträge.

Sanierungsinformationen in der Altstadt

Beim zweiten Tag der Städtebauförderung standen am Sonnabend Gebäude im Fokus, denen mit Unterstützung des Sanierungshilfeprogramms zu neuem Glanz verholfen wird. In Hann. Münden eröffnete Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) den Tag im Museum der Arbeit mit Informationen rund um das Förderprogramm.

Die Besucher konnten verschiedene Baustellen besichtigen. In der Langen Straße

98 erläuterten die Architekten und Bauheren die Sanierung und den Umbau von fünf Mietwohnungen in barrierefreie Wohnungen auf drei Etagen. Darüber hinaus standen die Lehmbaustelle der Bürgergenossenschaft in der Radbrunnenstraße sowie die Baustelle in der Burgstraße 4 zur Besichtigung.

Im Museum der Arbeit informierten verschiedene Referenten über Finanzierungs-, Förder- und Abschreibungsmöglichkeiten von Sanierungsmaßnahmen. Weitere Informationsmöglichkeiten boten der Tag der offenen Tür im Bürgertreff in der Ziegelstraße 56 sowie diverse Stände in der Innenstadt. Wie in Hann. Münden beteiligten sich mit Duderstadt, Einbeck, Northeim und Osterode auch die anderen Städte des Fachwerk-Fünfecks an der zweiten Auflage des bundesweiten Aktionstages.      rf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter