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„Duderstadt setzt wieder einmal Zeichen“

Photovoltaik-Genossenschaft Duderstadt „Duderstadt setzt wieder einmal Zeichen“

Wird es in Duderstadt künftig eine von Bürgern getragene Gemeinschaft geben, die bei der Gewinnung von Energie auf die Kraft der Sonne setzt und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leistet?

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Solarenergie: Je mehr Anteilseigner sich beteiligen, desto wirtschaftlicher wird der Betrieb.

Quelle: Tietzek

Mit einer Anwort auf diese Frage ist am Freitag, 29. Oktober, zu rechnen. Am Weltspartag könnte es zur Gründung einer Photovoltaik-Genossenschaft kommen.

Noch sind viele Fragen offen. Dies wurde am Dienstag im Laufe einer Informationsveranstaltung über die Gründung einer Photovoltaik-Genossenschaft Duderstadt im Stadthaus deutlich. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erläuterte im Kreis von rund vier Dutzend Interessierten sowie Experten den Grundgedanken: Allen Duderstädtern, einschließlich der in den Ortsteilen, soll die Chance eröffnet werden, sich an einer Bürger-Solargemeinschaft zur Gewinnung regenerativer Energie zu beteiligen.

Geeignete Dachflächen im Besitz der Stadt stellte im Laufe des Abends Ulrich Werner von der Stadtverwaltung vor. Auf elf Dächern, vornehmlich Schulgebäuden und Sporthallen, könnten Modulflächen von ingesamt 1190 Quadratmeter zur Erzeugung von Strom montiert werden. Nähere Einzelheiten einschließlich betriebswirtschaftlicher Rechnungen wird eine Arbeitsgruppe ermitteln. Diesem Kreis, der sich während der Versammlung bildete, gehören neben Bauamtsleiter Manfred Bause und Ulrich Werner beispielsweise auch Volksbankvorstand Holger Willuhn und Vertreter örtlicher Unternehmen an, die Solaranlagen montieren.

„Duderstadt setzt wieder einmal Zeichen“, meldete sich Horst Waterkamp als Vertreter der Bezirksdirektion der Gothaer Versicherung aus Göttingen in der Versammlung zu Wort. Dass die Stadt die Bürger derart in das Projekt einbinde, sei beispielhaft in Südniedersachsen.

Hans-Wolfgang Richter vom Genossenschaftsverband erläutete der Versammlung die Rechtsform einer Genossenschaft, die bei der Gründung der Duderstädter Photovoltaik-Genossenschaft in Frage kommen dürfte. Lars Große von der VGH-Versicherung informierte die Teilnehmer über mögliche Schäden, die beim Betrieb von Photovoltaikanlagen auftreten können.

Volksbankvorstand Willuhn stellte fest, dass bei der Gründung der Solargemeinschaft in Duderstadt in erster Linie nicht der Kapitalmaximierungsgedanke, sondern der ökologische Gedanke im Vordergrund stehen sollte. Auch Alfons Wüstefeld, Vorstand der Sparkasse Duderstadt, sicherte der Genossenschaft Unterstützung zu. Es sollte geklärt werden, ob neben Privatpersonen auch juristische Personen, also Unternehmen und Institutionen, Anteile erwerben könnten.

Anhand des Rücklaufs von Absichtserklärungen, die an die Besucher der Informationsveranstaltung verteilt wurden, lasse sich schließen, dass es zu einer Gründung der Genossenschaft kommen werden, sagte Ulrich Werner.

In der Stadtverwaltung ist er erreichbar unter Telefon 055 27 / 84 11 47 sowie E-Mail u.werner@duderstadt.de

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Umwelt- und Klimaschutz, es ist noch gar nicht so lange her, da wurden diese Themen eher dem alternativen Spektrum zugeordnet. Das ist vorbei. Alles ist im Strom. Über Parteigrenzen hinweg werden neue Wege beschritten.

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