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Duderstadt soll wieder Erholungsort sein

Schwerpunkt auf Internetmarketing gefordert Duderstadt soll wieder Erholungsort sein

Ein moderner Internetauftritt, eine Tourismus-App, ein schlüssiges Marketing-Konzept und der Status als Erholungsort: All das soll dazu beitragen, den Tourismus in Duderstadt anzukurbeln. Die  SPD-Fraktion im Rat der Stadt Duderstadt will das Thema im nächsten Finanzausschuss auf den Tisch bringen.

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Duderstadt von oben.

Quelle: Mischke

Duderstadt. Zu Realisierung des Projekts, so die Idee der SPD-Fraktion soll ein Unternehmen aus dem Bereich Tourismusmarketing beauftragt werden. Die Aufgabenstellung soll dabei lauten, ein Marketingkonzept für die Stadt und die Region zu entwickeln, dessen Schwerpunkt auch auf Online-Vermarktung liegt.

„Ein schlüssiges Gesamtkonzept ist zu erarbeiten und Vermarktungsziele zu definieren, um die relevanten Zielgruppen zu erreichen“, erklärt Fraktionsvorsitzende Doris Glahn. Die Vergabe an einen externen Anbieter solle  der Entlastung der begrenzten personellen Ressourcen des Fachdienstes Tourismus innerhalb der Stadtverwaltung dienen, „wobei eine enge Zusammenarbeit mit dem Tourismusexperten der Stadt für den Erfolg dieser Maßnahme unverzichtbar ist“, so Glahn.

Sie fordert die Stadtverwaltung zudem auf, „unverzüglich die notwendigen Maßnahmen zur Wiedererlangung des Status eines Erholungsortes einzuleiten“, um den Tourismus auf Vordermann zu bringen. Dazu sollen Mittel im Haushalt 2016 eingestellt werden.

Hintergrund des Antrags sei, so Glahn, dass Duderstadt als touristisches Ziel zwar viel zu bieten habe, seine Vorzüge aber nicht vermarkte. „Duderstadt ist mit seinen Fachwerkhäusern und dem mittelalterlichen Stadtbild ein attraktives Ziel für Städte- und Kulturtourismus. Darüber hinaus hat sich das Eichsfeld um Duderstadt als barrierefreie Urlaubsregion profiliert“, erklärt Glahn.

Dennoch seien die Besucherzahlen im Westerturm-Ensemble und im Rathaus 2014 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, wohingegen das Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen ein Plus verzeichnet habe. „Diesem negativen Trend bei den Besucherzahlen in Duderstadt muss aktiv durch Marketingmaßnahmen, sowohl für Übernachtungs- als auch für Tagesgäste, gegengesteuert werden“, glaubt Glahn.

„Es geht darum, eine eigenständige Marke und deren aktive Vermarktung voranzubringen, um die Chancen der Stadt auszuschöpfen“, sagt sie. Derzeit sei das Bild eher schwach: Die online verfügbare Image-Broschüre veraltet, der „Stadtrundgang“ nicht auf dem aktuellen Stand.

Bisher sind im Haushalt der Stadt für den Fachdienst Tourismus jährlich 15 000 Euro geplant. Das Geld genüge gerade für die laufenden Ausgaben und einige themenorientierte Anzeigen in ausgewählten Publikationen, so Glahn. „Innovationen sind damit nicht möglich.“ Dabei sei die ökonomische Bedeutung des Tourismus für die Stadt herausragend.

„Der Tourismus bringt Einnahmen für Handel und Dienstleister und schafft und sichert Arbeitsplätze.“ Ein gutes Tourismusangebot ziehe mittelfristig Investoren und weitere Investitionen nach sich, was notwendig sei, um das Ziel von mehr als 100 000 Übernachtungen im Jahr zu erreichen, so Glahn.

Tourismus und Investitionshilfe

Der Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus im Rat der Stadt tagt am Mittwoch. Beginn ist um 15 Uhr im Stadthaus. Zum Thema Tourismus soll über die Mitgliedschaft im Harzer Tourismusverband gesprochen werden. Weiterhin soll es um das Investitionshilfeprogramm des Landkreises gehen.

Ein Sachstandsbericht über den Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen ist ebenso vorgesehen wie Beratungen über die Nachtragssatzung zur Satzung für die Beseitigung von Abwasser aus Grundstücksabwasseranlagen.

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