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Duderstadt und Samtgemeinden verlieren 190 Einwohner

Bevölkerungsschwund abgebremst Duderstadt und Samtgemeinden verlieren 190 Einwohner

Der Januar ist der Monat der Jahresstatistiken. Gradmesser für die demografische Entwicklung in den Kommunen sind die Zahlen der Melde- und Standesämter. Die belegen, dass die Einwohnerzahlen im Untereichsfeld nur noch eine Richtung kennen: abwärts.

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Mehr Sterbefälle als Geburten: Die Einwohnerzahl im Untereichsfeld nimmt auch 2014 weiter ab.

Quelle: Montage: Pohl

Eichsfeld. Der jährliche Bevölkerungsverlust summiert sich inzwischen Jahr für Jahr zur Größendimension eines Dorfes mit dreistelliger Einwohnerzahl. 2014 macht da keine Ausnahme, die Verluste sind aber nicht mehr so massiv wie im Vorjahr.

Zusammen haben die Stadt Duderstadt sowie die Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen im vergangenen Jahr 190 Einwohner verloren. 2013 belief sich der Bevölkerungsschwund noch auf 306 Einwohner.

Während die Standesamtsstatistiken eher die Verteilung von Krankenhäusern, Geburtsstationen und Pflegeheimen widerspiegeln, sind die Zahlen der Einwohnermeldeämter ausschlaggebend für die tatsächliche Entwicklung vor Ort. Auch hier sind allerdings statistische Abstriche zu machen:

Mangelnde Meldedisziplin, unterschiedliche Handhabung der Meldepraxis, Erst- und Nebenwohnsitze, Korrekturen und Fortschreibungen führen zu Unschärfen, Fehlerquellen und Abweichungen zu den Zahlen des Landesamtes für Statistik.

Duderstadts Bevölkerung schrumpft

Noch stärker als in den benachbarten Samtgemeinden schrumpft die Bevölkerung in der Stadt Duderstadt mit ihren Ortsteilen. 2014 wurden im Einwohnermeldeamt der Stadt 159 Geburten und 249 Sterbefälle registriert, 721 Zuzüge und 764 Fortzüge. Damit hat die Stadt 133 Einwohner verloren.

Mit Erstwohnsitz in Duderstadt gemeldet waren zum Jahresende 21 121 Menschen. Zum Vergleich: 1992 gab es noch 23 340, ein Jahrzehnt später noch 22 941 Duderstädter. Die Zahl der Grundschüler hat sich seit den 70er-Jahren halbiert.

Wie in Duderstadt klafft auch in den Nachbar-Samtgemeinden die Schere zwischen Geburten und Todesfällen weit auseinander. 2014 standen in Gieboldehausen 116 Geburten 170 Sterbefällen gegenüber, in Radolfshausen 43 Geburten 78 Sterbefällen. Beide Samtgemeinden konnten aber mehr Zuzüge als Fortzüge verbuchen. Beim Einwohnermeldeamt in Ebergötzen wurden 405 Zuzüge und 393 Fortzüge verzeichnet, in Gieboldehausen 661 Zuzüge und 641 Fortzüge – neben 315 Umzügen innerhalb der Samtgemeinde.

Der positive Saldo bei der Binnenmigration hat dazu beigetragen, dass die Samtgemeinde Gieboldehausen lediglich 34, die Samtgemeinde Radolfshausen 23 Einwohner verloren hat. Der Populationspegel ist zum Jahreswechsel auf 14 731 Einwohner in der Samtgemeinde Gieboldehausen, auf 7 198 in der Samtgemeinde Radolfshausen abgesunken.

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