Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Duderstadt untersagt Gastwirt Mini-Weihnachtsmarkt

Kein Glühwein vor der Kneipe Duderstadt untersagt Gastwirt Mini-Weihnachtsmarkt

Gastwirt Tamer Tokaci versteht die Welt nicht mehr. Der Betreiber der Alten Backstube hat vor seiner Kneipe Rindenmulch ausgelegt, Stehtische aufgestellt und zwei Weihnachtsbäume angeschafft. In stimmungsvollem Ambiente will er seinen Gästen Bratwurst und Glühwein anbieten.

Voriger Artikel
Konzert mit Hahletaler Singemäusen in Gerblingeröder Kirche
Nächster Artikel
Tombola für Jugendfeuerwehr Duderstadt

Glühwein an der Unterkirche: Die Stadt hat die Außenanlage untersagt.

Quelle: Richter

Duderstadt. Jetzt verbietet ihm die Stadtverwaltung seinen Mini-Weihnachtsmarkt an der Unterkirche mit Verweis auf eine fehlende Genehmigung.

„Ich wollte ein Angebot schaffen für diejenigen, die nach 19 Uhr noch einen Glühwein trinken wollen“, sagt er entschuldigend. Um diese Zeit schließe üblicherweise der Weihnachtstreff am Rathaus.

Die Genehmigung habe er versucht bei der Stadtverwaltung einzuholen – so wie er sie auch für die Außenbestuhlung in den Sommermonaten regelmäßig beantragt. Doch im Winter gelten andere Regeln in der Sondernutzungssatzung der Stadt. Das erklärt Johannes Böning für die Stadtverwaltung.

Er verweist darauf, dass in den Monaten von April bis Oktober „auf den Gehwegen das ein oder andere möglich gemacht“ werde. Würde dies nun auf die Wintermonate ausgeweitet, müsste die Stadt dieses Recht jedem Anlieger einräumen.

Schlechtes Zeichen für den Weihnachtsmarkt

Der Gehweg sei ein Bereich, der der Allgemeinheit zur Verfügung stehe und damit nicht einfach mit Weihnachtsdeko verziert werden und zur erweiterten Geschäftsfläche erklärt werden könne. „Dieses Recht müssten wir sonst jedem einräumen“, sagt er – damit wäre die Stadt voll und die Durchfahrt für beispielsweise Rettungswagen erschwert.

Tokaci reicht das als Begründung nicht. Er vermutet eher, dass sein Mini-Weihnachtsmarkt als Konkurrenz zum Weihnachtstreff von Treffpunkt Stadtmarketing verstanden werden könne. „Wenn das so wäre, wäre das aber ein schlechtes Zeichen für den Weihnachtsmarkt“, sagt er.

Er will die Außeneinrichtung stehen lassen, bis er eine plausible Erklärung der Stadt bekommt. Das kann für den Gastwirt bedeuten, dass er mit einer Strafe zu rechnen hat. Im schlimmsten Fall lasse die Stadt auf seine Kosten die Dekorationen entfernen, so Böning. Doch ehe es so weit komme, hoffe er auf eine Einigung. Tokaci hätte dazu einen Vorschlag: Eine Erlaubnis zur Öffnung nach 19 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter