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Duderstadts St. Martini auf Modernisierungskurs

Potenzial ausschöpfen Duderstadts St. Martini auf Modernisierungskurs

Das St.-Martini-Krankenhaus kränkelt, ist aber auf dem Weg zur Besserung. Markus Kohlstedde, der seit Februar Geschäftsführer des mit 350 Arbeitnehmern zweitgrößten Duderstädter Arbeitgebers ist, verfolgt eine Langfriststrategie, um in vier bis fünf Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben zu können. Dazu gehören Einsparungen ebenso wie Investitionen.

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„Der erste Eindruck zählt“: Eingangsbereich von St. Martini.

Quelle: Richter

Duderstadt. Lieferantenverträge werden überprüft und gekündigt, Sachkosten reduziert, das Erscheinungsbild modernisiert. „Wir sind akademisches Lehrkrankenhaus der Uniklinik, haben ein hohes medizinisches Niveau und ein großes Potenzial, waren aber nicht mehr marktfähig“, sagt Kohlstedde, in dessen Büro Umbaupläne hängen: „Das Angebot soll erweitert, nachgefragte Leistungen implementiert, zwei neue Abteilungen etabliert werden.“

Zurzeit wird die Gastroentrologie saniert und ausgebaut, mit dem Land laufen Gespräche über Investitionsmittel zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Das Defizit ist laut Kohlstedde bereits verringert worden, die vor einem Jahr als Mieter eingezogene Dialysestation mehr als gut ausgelastet.

M. Kohlstedde

M. Kohlstedde

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Der Eingangsbereich inklusive Notaufnahme ist in den vergangenen Wochen mit geringen Mitteln saniert worden und kaum wiederzuerkennen. Im aufgehellten Foyer bestimmen Beamer und Flatscreens das Bild, kombiniert mit alten und neuen Kunstobjekten. „Der erste Eindruck zählt“, sagt Kohlstedde, der ebenso auf die Motivation der Mitarbeiter wie das Vertrauen der Bevölkerung setzt: „Alle Beschwerden und Kritik werden zur Chefsache gemacht.“

Wachsender Gesundheitsmarkt

Das gelte auch für Verbesserungswünsche der niedergelassenen Ärzte, mit denen man in engem Kontakt stehe. „Wir wollen Kräfte bündeln und zum Gesundheitzentrum für die Region werden“, betont der 42-Jährige mit Blick auf den wachsenden Gesundheitsmarkt. Die „Abendvisite“ mit   monatlichen Fachvorträgen  und hohen Besucherzahlen – allein 120 Zuhörer beim Vortrag über den Umgang mit Blutverdünnern – zeige, wie hoch das Interesse an Gesundheitsthemen sei.

Als zusätzlichen Ansporn für positive Veränderungen betrachtet Kohlstedde die befristeten Gehaltseinbußen. Zwei Jahre lang verzichten die den kirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien unterliegenden Mitarbeiter auf zwei Prozent ihres Gehaltes, Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

„Anders als in vielen anderen Kliniken“

Das St.-Martini-Krankenhaus in Trägerschaft des Vinzenz-Verbundes Hildesheim mit 130 Planbetten, allen Fachabteilungen für die Grund- und Regelversorgung und jährlich mehr als 6000 stationären sowie 10 000 ambulanten Patienten sei zukunftsfähig, versichert der vom Krankenpfleger zum kaufmännischen Klinikdirektor aufgestiegene Nachfolger von Jürgen Thoridt. Und freut sich, dass alle  Chefärzte seinen Weg uneingeschränkt mitgehen würden – „anders als in vielen anderen Kliniken“.     

Die Identifikation Kohlsteddes mit dem Eichsfeld beschränkt sich nicht aufs Geschäftliche. Auch seine Ehefrau und seine beiden Kinder wohnen in Duderstadt, wo er nach beruflichen Stationen von Freiburg bis Frankfurt die historische Obermühle in Richtung Ecklingerode erworben hat und zurzeit saniert.

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