Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Duderstädter Ausstellung erinnert an Grenze und Mauerfall

Teilung, Aufbruch und Solidarität Duderstädter Ausstellung erinnert an Grenze und Mauerfall

Es war der Anfang vom Ende: Außenminister Hans-Dietrich Genscher verkündete vom Balkon der westdeutschen Botschaft in Prag die Ausreisegenehmigung für Tausende DDR-Flüchtlinge.

Voriger Artikel
Heinz-Sielmann-Stiftung: Preise für Naturfilmer
Nächster Artikel
Junge Eichsfelder finden Arbeit

Eröffnen die Ausstellung: Nolte, Glahn, Pelke und Modder.

Quelle: Richter

Duderstadt. Auf den Tag genau 25 Jahre später ist am Dienstag, 30. September, eine Ausstellung in Heimatmuseum eröffnet worden, die sich mit Mauerbau, Fluchtversuchen, Ausnahmegenehmigungen und Ausreiseverboten, Überwachungsstaat und Einschränkungen für Bürger in der DDR beschäftigt – und mit den Ereignissen, die dem im Jubel untergegangenen Satz Genschers folgten: mit Grenzöffnung und Wiedervereinigung.

Zu sehen sind großformatige Plakate, die historische Fotos und Begleittext zeigen. Die Sonderausstellung steht unter dem Titel „Die Mauer – eine Grenze durch Deutschland“.

Johanne Modder, SPD-Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, erinnerte während der Vernissage an die Menschen, ohne die die friedliche Revolution nicht zustande gekommen wäre: „Da waren Bürger, die den Mut hatten, zu demonstrieren und für Freiheit und Bürgerrecht einzustehen.“

Nicht in Vergessenheit geraten

Matthias Schenke, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins ergänzte: „Wir reden heute ganz selbstverständlich von friedlicher Revolution. Dass sie friedlich bleiben würde, hat damals niemand gewusst.“ Die Zeit der Teilung, die Zeit des Aufbruchs und die Solidarität, die sich der Grenzöffnung anschloss, dürften nicht in Vergessenheit geraten.

Darauf hob Birgit Pelke, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag ab. „Es ist unser Auftrag, daran zu erinnern“, mahnte sie. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) verwies zudem auf die verbindende Funktion von Erinnerungskultur: „Duderstadt hat sich immer als Stadt des gelebten Brückenschlages gefühlt.“

Doris Glahn, SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Duderstadt, regte in diesem Zusammenhang an, eine Dauerausstellung zum Thema Grenze und Mauerfall im Heimatmuseum einzurichten. Sie erinnerte zudem an die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED, die 1989 mit der Neugründung der SPD in der DDR ein Ende fand. „Wir haben doppelten Grund zu feiern“, sagte sie.

Die Ausstellung ist freitags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr zu sehen.
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
„Die Mauer – Eine Grenze durch Deutschland
Trabbi-Parade zu 20 Jahre Mauerfall im Eichsfeld 2009.

Anlässlich des Mauerfalljubiläums präsentiert die SPD Duderstadt die Ausstellung „Die Mauer – Eine Grenze durch Deutschland“, initiiert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur, im Heimatmuseum.

mehr
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter