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Von Mord und Mettwurst

Barbara Merten schreibt Krimi Von Mord und Mettwurst

„Ich bin mit Herzen Duderstädterin“, sagt Barbara Merten. Und was gehört zu Duderstadt, wenn nicht die Eichsfelder Stracke und der Wurstmarkt? Kein Wunder also, dass der Kurzkrimi der Autorin „Der Mettwursttester“ heißt - und der Tatort darin die Wurstprämierung im Duderstädter Rathaus ist.

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Die Duderstädter Kinderbuchautorin Barbara Merten hier bei einer Lesung ind er Stadtbibliothek.

Quelle: OT

Duderstadt. Erst vor kurzem hat der Wurstmarkt wieder viele Besucher angelockt und im Rathaus kürten sieben Juroren die beste Mettwurst - ohne, dass ihnen etwas passierte. Das ist in Mertens Geschichte, die in der Anthologie „Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo“ erschienen ist, anders.

Da gibt es nur einen Mettwursttester, der einen Tag nach seiner (falschen?) Entscheidung für die beste Stracke - Skandal, es wurde eine Göttinger Wurst ausgezeichnet - umgebracht wird. Und während die Polizei ein Jahr lang im Dunkeln tappt, kommt es zu einem zweiten Mord: Der neue Tester wird bei der Prämierung hinterrücks erstochen. Und plötzlich macht alles Sinn.

Auf die Idee für diese skurrile Geschichte sei sie gekommen, als sie an einem Ankündigungsplakat für den Wurstmarkt vorbeigegangen sei, so Merten. Und verrät: „Dieses Jahr war ich zum ersten Mal bei der Prämierung dabei.“

Auf dem Wurstmarkt las sie auch aus der Geschichte vor, die nur eine von 19 Geschichten in der Anthologie ist, an der elf Autoren mitarbeiteten. Neben Merten haben sich unter anderem die Duderstädterin Michaela Schreier, die Rüdershausenerin Melanie Buhl und der Gieboldehausener Werner Heinemann beteiligt.

Fünf Geschichten von Merten sind in der Anthologie vertreten, die unter anderem in der Duderstädter Bibliothek oder auf Burg Scharfenstein spielen. Es sei das erste mal, dass Merten für Erwachsene geschrieben hat. „Aber es hat einen Mordsspaß gemacht“, scherzt sie und ergänzt: „Normalerweise schreibe ich Kinderbücher“. Nun konnte sie auch mal ihrer Vorliebe für Gruselgeschichten freien Lauf lassen - und der für Wurst. Und irgendwie gehört das auch zusammen, sagt doch der Polizist im „Mettwursttester“ angesichts seiner Ahnungslosigkeit bei den Ermittlungen: „Fälle reifen wie eine Kälberblase.“

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