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Duderstädter BBS-Schüler besuchen Stadtbibliothek

Bilderbücher helfen Verstehen Duderstädter BBS-Schüler besuchen Stadtbibliothek

16 Schüler der BBS-Duderstadt haben die Stadtbibliothek besucht. Das besondere daran: Die unter anderem aus Serbien, Afrika und Afghanistan stammenden Jugendliche bekamen eine Lektion in deutscher Sprache – mit Bilderbüchern.

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Bilderbücher helfen Verstehen.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Deutsch als Fremdsprache“ steht auf dem Lehrplan: „Das größte Problem ist, dass die Schüler unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen“, sagt Klassenlehrerin Miryam Awuah. Manche seien schon länger in Deutschland und könnten demnach mehr, dazu spiele Sprachtalent eine große Rolle. Durch den „Bilderbuch“-Vortrag von Bibliotheksleiterin Petra Böning werde ihre Klasse behutsam an deutsche Literatur herangeführt.  

Die Gruppe zeige Eigendynamik. Wenn jemand etwas nicht verstanden habe, wird der Sitznachbar gefragt. „Sie übersetzen einander, das trainiert ungemein“, sagt die Pädagogin. 50 Tiere, von Gecko bis Blauwal, stellt Böning der Klasse vor. „Durch die Bilder können die Schüler einen besseren Bezug zu den Namen herstellen“, erklärt sie. Das „bildliche“ Prinzip ihres Vortrages führt sie durch körperliche Übungen fort: Sie geht in die Knie und sagt „runter“, sie lehnt sich zur Seite und sagt „rechts“. Eine Veranschaulichung die die Schüler mit Interesse verfolgen.

Marica Jukic, vor 13 Monaten  aus Bosnien gekommen, und Hajrija Meta aus Serbien, seit zehn Monaten in Deutschland, vermelden schnell Lernerfolge. Schwierigkeiten gebe es aber noch genügend: „Die Wörter ιbisschen᾿ und ιwenig᾿ werden im kroatischen mit ιmalo᾿ übersetzt“, erklärt Jukic ein beispielhaftes  Problem. Es sei nicht immer einfach festzustellen, welches Wort gemeint ist.

In 25 Wochenstunden sollen die Jugendlichen lernen „was man zum Leben in Deutschland braucht“. „Sprache ist die Voraussetzung für Schulabschlüsse und später der Zugang zum Arbeitsmarkt“, sagt Awuah. Sprachförderung mit deutscher Literatur sei ein guter Anfang.

Von Kay Weseloh

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