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Duderstädter Beamtin in Leipzig verletzt

Demonstrationswelle fordert Bundespolizei Duderstädter Beamtin in Leipzig verletzt

Rund 140 Bundespolizisten aus Duderstadt sind am Mittwoch nach Leipzig ausgerückt. Nach der wegen einer Terrorwarnung untersagten Montagsdemo der islamkritischen Pegida in Dresden hatte die Leipziger Legida zu einer Großdemo aufgerufen, begleitet von 19 Gegenkundgebungen.

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Schützen Bahnstrecke in Magdeburg: Duderstädter Bundespolizisten.

Quelle: EF

Duderstadt. Schon nach der Bundesliga-Hinrunde war den Beamten aus der Brehmestadt keine Verschnaufpause vergönnt.

Die Bundespolizisten sind bereits seit dem Jahreswechsel, an dem ein Einsatzzug in Berlin gefordert war, im Dauereinsatz – auch über bahnpolizeiliche Aufgaben hinaus. Kurz darauf musste sich eine Hundertschaft auf Anforderung des Freistaates Sachsen zum ersten Mal auf den Weg nach Leipzig machen, um die dort eingesetzten Polizeikräfte bei einer Legida-Demonstration zu unterstützen.

„Ein Vielfaches der prognostizierten Teilnehmerzahlen auf beiden Seiten erschwerte die Lage aller Einsatzkräfte“, teilt Polizeihauptkommissar Karl-Bernd Wüstefeld mit. Eine Duderstädter Beamtin sei im Einsatz leicht verletzt worden, Auseinandersetzungen hätten verhindert werden können.

Nächster Einsatzort war Magdeburg. Am 70. Jahrestag der alliierten Luftangriffe hatten dort die Partei „Die Rechte“ und Gegendemonstranten Kundgebungen angemeldet. Für den Einsatz liefen bereits seit Ende Dezember auf dem Euzenberg Planungen zum Schutz der Bahnstrecken rund um die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

„Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“

„Übergriffe zwischen beiden politischen Lagern und auf den normalen Reiseverkehr konnten unterbunden werden“, zieht Wüstefeld eine positive Bilanz. Eine besondere Herausforderung für den Duderstädter Unterstützungs- und Standortservice sei die Verpflegung von rund 1000 Einsatzkräften gewesen.

Da man mit einem mehrtägigen Einsatz gerechnet hatte, die Kräfte aber vorzeitig reduziert werden konnten, profitierten die Bedürftigen der Magdeburger Tafel von der übrig gebliebenen Verpflegung.

Auch in Kassel waren Bundespolizisten aus Duderstadt gefordert. Dort hatten Gruppierungen dazu aufgerufen, eine Montagsdemonstration unter dem Motto „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Kagida) zu vereiteln. Die Duderstädter Bereitschaftspolizisten, die den Hauptbahnhof der Documenta-Stadt schützen sollten, verhinderten mit der Landespolizei eine Gleisbesetzung von Kagida-Gegnern.

Zur Ruhe werden sie auch nach dem erneuten Einsatz in Leipzig nicht kommen: Der Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga steht vor der Tür – und es ist mit weiteren Demos zu rechnen.

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©Richter