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Duderstädter Beratungsstelle steht jungen Eltern zur Seite

Aus zwei werden drei Duderstädter Beratungsstelle steht jungen Eltern zur Seite

Wenn das erste Kind da ist, steht eine Paarbeziehung vor neuen Herausforderungen. Die Zweigstelle Duderstadt der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Haus St. Georg will jungen Eltern helfend zur Seite stehen und hat daher im vergangenen Jahr das Projekt „Aus zwei werden drei“ gestartet.

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Berät junge Eltern: Christiane Wüstefeld.

Quelle: Richter

Duderstadt. Da das Angebot in der Pilotphase auf Interesse gestoßen ist, gehört es mittlerweile zum Angebot aller 16 Beratungsstellen des Bistums.

Nach der Geburt kommt die Beziehung vieler Paare zu kurz, der Alltag ist nicht mehr wie zuvor. „Junge Mütter und Väter haben dann eine Menge Fragen“, weiß EFL-Beraterin Christiane Wüstefeld aus Gesprächen. „Häufig entstehen in der Zeit um die Geburt des ersten Kindes Konflikte, die ungelöst sogar zur Trennung führen können“, berichtet die Gieboldehäuserin.

Das Projekt, das die Duderstädter und Göttinger Zweigstelle gemeinsam ins Leben gerufen haben, soll dazu beitragen, dass Probleme erst gar nicht entstehen. „Wir wollen jungen Eltern dabei helfen, sich den neuen Anforderungen zu stellen und Sicherheit im Umgang mit dem Kind zu gewinnen“, konkretisiert sie.

Letztendlich gehe es darum, „gemeinsam zu schauen, wie sie in ihrer jeweiligen Situation die Schwierigkeiten in den Griff bekommen“. Auch Eltern, bei denen die Geburt des ersten Kindes bereits länger zurückliegt oder die bereits ihr zweites oder drittes Kind in die Arme schließen konnten, nehmen das Angebot in Anspruch, so Wüstefeld. Die bisherigen Gespräche hätten gezeigt, dass viele Paare damit Probleme haben, sich in ihre neue Rolle hineinzufinden, Verantwortung und Aufgaben zu teilen. Häufig gehe es darum, „den Mann mit ins Boot zu holen“.

Verschiedene Informationswege

Oft würden Ängste, Schwierigkeiten und Befürchtungen nicht offen ausgesprochen, was eine Ursache für Konflikte sein könne. Die meisten Eltern kämen in 14-tägigem Rhythmus, bewährt habe sich eine Anzahl von zehn Terminen. „Hier haben sie dann Zeit, über Dinge zu sprechen, die im Alltag zu kurz gekommen sind“, sagt die Beraterin.

Damit möglichst viele Eltern von dem kostenlosen Beratungsangebot erfahren, hat sie von Anfang an auf verschiedene Informationswege gesetzt. Neben Flyern und Plakaten gehören dazu Kalender, die über Praxen und Krankenhäuser an Schwangere verteilt werden. Mit Mailings an Einrichtungen von der Familienbildungsstätte über Kindergärten bis hin zu Fitnesseinrichtungen hat die EFL nach Auslagemöglichkeiten für Infomaterial gesucht. „Da gibt es positive Rückmeldungen“, erläutert Wüstefeld und ergänzt: „Wir wollen auch über diese Multiplikatorenstellen das Thema in die Öffentlichkeit bringen, damit Menschen darüber sprechen, über ihre Situation nachdenken, gedankliche Verbindungen herstellen und es weitersagen.“

Die Öffentlichkeitsarbeit über mehrere Kanäle trägt Früchte: „Wir haben auch Anfragen aus dem Harz und Thüringen“, berichtet Wüstefeld, nach deren Worten das Angebot der Katholischen Kirche allen Interessenten offen steht.

Von Axel Artmann

Telefonische Anmeldung unter 0 55 27 / 7 23 72 oder per E-Mail an info@eheberatung-duderstadt.de. Weitere Infos im Netz unter efl-bistum-hildesheim.de
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