Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Duderstädter Bürgerinitiative will Beschluss zur Spiegelbrücke verhindern

Gegen Öffnung Duderstädter Bürgerinitiative will Beschluss zur Spiegelbrücke verhindern

Der Streit um ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt geht weiter. Vor der Ratssitzung am Donnerstag, 28. Mai, machen die Bürgerinitiative (BI) Lebendige Stadt Duderstadt und die SPD noch einmal mobil. Die BI lehnt den mehrheitlichen Beschluss von Ortsrat und Fachausschuss ab und protestierte mit einem Transparent auf der Spiegelbrücke gegen eine Öffnung der Straße für den Verkehr.

Voriger Artikel
Zusammenstoß auf der B27 bei Ebergötzen: Vier Verletzte
Nächster Artikel
Geld für Planung der Duderstädter Freizeitanlage „Talwiese“ bewilligt

Gegen eine Öffnung der Spiegelbrücke für den Verkehr protestieren am Sonnabend Bürgerinitiativen-Vertreter in Duderstadt.

Quelle: Pintschak

Duderstadt. Auch eine Sitzung des überparteilichen Lenkungsausschusses am Freitagabend brachte keine Annäherung. BI-Vertreter verließen das Treffen vorzeitig.

 
Am Donnerstag soll in der Ratssitzung ab 17.30 Uhr über das Verkehrskonzept und damit auch die Fußgängerzone abgestimmt werden. Die BI meldete eine Demonstration an und will vor der Sitzung vom Rathaus zum Stadthaus ziehen. „Wir müssen dem Rat durch zahlreiche Anwesenheit zeigen, dass wir die Öffnung der Spiegelbrücke und der unteren Marktstraße für den Verkehr sowie die Einrichtung von Parkplätzen dort ablehnen“, heißt es im Aufruf der BI. Treffen ist um 17 Uhr am Rathaus.

 
Auch die SPD-Fraktion lehnt das bislang vorliegende Konzept ab. Die Fraktion hat rechtliche Zweifel und eine Anfrage zu den geplanten Satzungsänderungen an die Verwaltung gestellt, unter anderem zu Kurzzeitparkplätzen zur Beschilderung und zur Begründung einer Einschränkung der Fußgängerzone. Antworten gebe es noch nicht, sagte die Fraktionsvorsitzende Doris Glahn, die mit Fraktionskollegen am Sonnabend auf dem Wochenmarkt an einem Stand das Gespräch mit Passanten suchte. Viele wüssten nicht, was geplant sei. Unter Berufung auf die Straßenverkehrsordnung, probehalber den Verkehr zu beruhigen, sei dies die dritte Begründung der Verwaltung innerhalb einer Woche, sagte SPD-Ratsherr Matthias Schenke. Das könne man nicht ernstnehmen.

 
98 Prozent der auf dem Markt angesprochenen Personen hätten sich gegen eine Einschränkung der Fußgängerzone ausgesprochen, sagte Wolfgang Schwedhelm von der BI. Darunter seien auch viele Marktbesucher aus Northeim, Nörten und Göttingen. Der Lenkungsausschuss sei viel zu spät einberufen worden, beklagte BI-Sprecher Willi Gerstenberg. Jetzt zaubere der Bürgermeister neue gesetzliche Bestimmungen hervor. Eine Empfehlung gab es vom Verwaltungsausschuss vorige Woche noch nicht. Das nicht öffentlich tagende Gremium berät jetzt am Donnerstag direkt vor der Ratssitzung.

Debatte im Stadtrat

Nach langer Debatte steht am Donnerstag, 28. Mai, eine Entscheidung über ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt auf der Tagesordnung des Rates der Stadt. Noch gibt es keinen Konsens und rechtliche Zweifel an der vorgesehenen Satzung für die Fußgängerzone. Im Lenkungsausschuss deutete Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) an, dass eine Abstimmung vertagt werden könnte. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Stadthaus.

 
Weitere Themen sind die Ortsumgehung Westerode und eine Stellungnahme der Stadt im Genehmigungsverfahren für den Weiterbau der Umgehung vom Euzenberg bis nach Thüringen sowie der Entwurf für einen Feuerwehrbedarfsplan.
Für den Kernort Duderstadt stehen die Bebauungspläne „Über dem Siebigsbach“ mit Nahwärmeversorgung, „Hindeburgring/Paradiesgasse“ sowie der Bau eine Stellplatzanlage an der August-Werner-Allee zur Debatte. Darüber hinaus geht es um den Bebauungsplan „Brunnengasse“ in Gerblingerode, den Ausbau der Von-Wehren-Straße in Desingerode und den Verzicht auf Vorausleistungen für die Erschließung des Friedensweges in Nesselröden.

 
Schließlich stehen unter anderem noch Ausgaben für ein Gutachten zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, das zurzeit erstellt wird, auf der Tagesordnung und ein Antrag der Grünen, die ein Integrationskonzept für das Untereichsfeld in Zusammenarbeit mit den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen wollen. ft

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter