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Duderstädter CDU verteidigt Verkehrskonzept für die Innenstadt

„Auf Totalverweigerung verlegt“ Duderstädter CDU verteidigt Verkehrskonzept für die Innenstadt

Verwundert über die massive Kritik am künftigen Verkehrskonzept für die Innenstadt, um das es am Donnerstag im Rat der Stadt Duderstadt geht, äußert sich die CDU-Ortsratsfraktion.

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CDU-Ortsratsfraktion verteidigt Verkehrskonzept für die Innenstadt gegen Kritiker.

Quelle: Richter

Duderstadt. Fraktionsvorsitzender Thomas Rössing-Schmalbach verteidigt den „Kompromiss, der eine breite Mehrheit gefunden hat.“ Im Ortsrat habe nur Doris Glahn (SPD) gegen den Vorschlag gestimmt, die SPD an einem interfraktionellen Gespräch am Vorabend der Ortsratssitzung nicht teilgenommen. Die sachliche Diskussion im Ortsrat sei auch bei den Sprechern der Bürgerinitiative auf positive Resonanz gestoßen.

Umso erstaunter ist Rössing-Schmalbach, dass sich anschließend Protest formiert hat. „Die Chefideologen haben sich offenbar durchgesetzt“, meint er und wirft BI sowie SPD vor, dass sie „unverändert ihre Maximalposition einfordern und sich auf Totalverweigerung verlegt haben“. Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) appelliert an die Kompromissbereitschaft der Stadtratsmitglieder, den Beschluss mitzutragen: „Auch wir  haben Abstriche hingenommen.“ Falls es im Rat zu einem anderen Beschluss als im Ortsrat und Bauausschuss kommen sollte, will Rössing-Schmalbach das Thema – „wie rechtlich vorgeschrieben“ – in die Gremien zurückverweisen lassen. Vorrangig gehe es um die Verabschiedung einer Satzung, die Teile der Innenstadt rechtlich überhaupt erst zur Fußgängerzone erkläre. Bisher handele es sich lediglich um eine befahrbare Zone mit Nutzungseinschränkungen.

Die inhaltlichen Regelungen zur Verkehrslenkung verteidigen die CDU-Politiker. Hauptmotiv für die Öffnung der Spiegelbrücke sei die seit mehr als einem Jahr bekannte Schließung des viel frequentierten Stern-Parkplatzes wegen Umbaus gewesen. Auf der Spiegelbrücke sollen außerhalb der Fußgängerzone drei Kurzzeitparkplätze geschaffen werden, weitere an der St.-Servatius-Kirche und in der Bahnhofstraße seien ebenso wie die Einbahnstraßenregelung für die Spiegelbrücke ein zeitlich begrenzter Modellversuch bis zur Klärung der künftigen Situation auf dem Stern-Parkplatz. Ringverkehr zur Parkplatzsuche solle dadurch unterbunden werden, dass die Sackstraße Einbahnstraße in Richtung Sparkasse werde. Werner geht davon aus, dass mehr Innenstadtbesucher als bisher auf dem Großraumparkplatz parken werden: „Wir wollen aber die Seitenstraßen nicht abhängen und müssen uns weiter Gedanken über zusätzliche dauerhafte Parkmöglichkeiten für Anwohner und Kunden machen.“

„Den Poller am Gropenmarkt tragen wir mit, um den missbräuchlichen Verkehr vor dem Rathaus zwischen Jüdenstraße und Gropenmarkt zu unterbinden, dürfen die Innenstadt aber nicht abschotten“, sagt Rössing-Schmalbach und lehnt einen weiteren Poller auf der Marktstraße ab. „Eine Polleranlage reicht“, meinen auch Werner und Michael Hasse, die Probleme mit Touristenbussen und wendenden Fahrzeugen zu bedenken geben.

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©Richter