Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Duderstädter Disko-Schläger erhält Bewährungsstrafe

Vor Gericht Duderstädter Disko-Schläger erhält Bewährungsstrafe

Zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren ist am Dienstag am Amtsgericht ein Duderstädter verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 40-Jährige an zwei Schlägereien in einer Diskothek beteiligt gewesen war und sich jeweils vorsätzlicher Körperverletzung schuldig machte.

Voriger Artikel
Diebesbande entkommt Polizei in Heiligenstadt
Nächster Artikel
Rhume kehrt in altes Bett zurück
Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Der Duderstädter hatte im März einem Disko-Besucher zweimal ins Gesicht geschlagen, weil er sich von ihm gestört gefühlt hatte. Der Kontrahent hatte sich angetrunken und ungefragt an den Tisch des Täters und seiner Begleiter gesetzt und versucht, ein Gespräch anzuzetteln. Mehrfach habe er ihn aufgefordert zu gehen, sagte der Angeklagte aus. Als er nicht folgte, habe er ihm einen Faustschlag versetzt, durch den der vermeintliche Störenfried vom Stuhl kippte. Anschließend habe der Täter einen zweiten Schlag folgen lassen.

 
Der Vorwurf, im Zuge der Schlägerei sei ein Barhocker oder Sessel zum Einsatz gekommen, bewahrheitete sich nicht. Zum einen sagte die Inhaberin der Diskothek aus, dass es in diesem Bereich keine Barhocker gebe, zum anderen seien die Sessel durch Kanthölzer verstärkt und damit kaum zu bewegen. Hätte jemand damit zugeschlagen, hätte es zu deutlich schwereren Verletzungen kommen müssen, urteilte Richter Michael Pietzek.

 
Der zweite Fall ereignete sich im Dezember vergangenen Jahres. Hierbei soll tatsächlich ein Barhocker zum Einsatz gekommen sein – wer ihn aber in die Luft schleuderte, konnte anhand der widersprüchlichen Zeugenaussagen nicht rekonstruiert werden. Die Auseinandersetzung, die in den Räumen der Diskothek begonnen hatte, soll sich vor der Tür und auf dem Gelände des gegenüberliegenden Autohauses  fortgesetzt haben. Dort soll der Angeklagte sein Opfer auf die Motorhaube eines Transporters gedrückt und auf ihn eingeschlagen haben. Der Duderstädter muss nun 250 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, um Schadenersatz an die Opfer zahlen zu können. Zudem folgte Pietzek dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf je sechs Monate Freiheitsstrafe, die zu neun Monaten Haft zusammengefasst wurden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. ne

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter