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Duderstädter Feuerwehren fahren mit Trauerflor

BASF-Unglück Duderstädter Feuerwehren fahren mit Trauerflor

Die Duderstädter Feuerwehren zeigen mit Halbmastbeflaggung und Trauerflor an den Fahrzeugen ihre Anteilnahme für die Feuerwehrleute, die bei der Explosion in Ludwigshafen starben. „Es ist besonders tragisch, wenn Kameraden nicht von einem Einsatz zurückkehren“, sagt Ortsbrandmeister Thorsten Krone.

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Mit Trauerflor an den Fahrzeugen zeigen die Duderstädter Feuerwehren ihre Anteilnahme am Unglück in Ludwigshafen.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Eine Woche wollen die Wehren ihre Solidarität auf diese Weise ausdrücken, wie Krone erzählt. Die Initiative sei zunächst von der Duderstädter Ortsfeuerwehr ausgegangen, mittlerweile hätten sich in Absprache mit der Stadt Duderstadt die übrigen Ortsfeuerwehren angeschlossen und ihre Fahrzeuge mit Trauerflor versehen. „Wir wünschen den Familien, Freunden und der Werkfeuerwehr auf diesem Weg viel Kraft“, erklärt Krone. „Durch einen schweren Unglücksfall wie in Ludwigshafen wird einem noch einmal bewusst gemacht, was einen jeden Tag bei einem Einsatz ereilen kann“, sagt der Ortsbrandmeister und weist darauf hin, dass der Einsatz bei der Feuerwehr wohl das gefährlichste aller Ehrenämter ist. „Wir fahren dahin, wo andere weglaufen“, so Krone. Und nicht immer sei im Vorfeld bekannt, was die Feuerwehrleute an ihrem Einsatzort wirklich erwarte. „Die Einsatzkräfte in Ludwigshafen sind, wie ich aus den Medien erfahren habe, auch erst einmal ausgerückt, um ein Feuer zu löschen“, berichtet Krone. Die Explosion sei erst später erfolgt. „Für eine Havarie oder einen Großbrand gibt es kein festgelegtes Ablaufschema, weil man nicht weiß, was passieren wird“, erklärt der Ortsbrandmeister. In dem Zusammenhang erinnert Krone an ein Ereignis aus der jüngeren Duderstädter Vergangenheit, das für die Einsatzkräfte ebenfalls unberechenbar gewesen sei. „Bei der Explosion des Autos an der Tankstelle ist es effektiv so gewesen, dass nur einer der vier im Fahrzeug eingebauten Gasbehälter explodiert war“, blickt der Ortsbrandmeister zurück. Die anderen drei Behälter hätten also für die ersten Einsatzkräfte eine unmittelbare Gefahr bedeutet. Schließlich habe zum Zeitpunkt des Eintreffens niemand sagen können, was genau geschah.

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©Richter