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Duderstädter Johannes Kurth verkürzt seine Ausbildung

Technik begeistert Duderstädter Johannes Kurth verkürzt seine Ausbildung

Lohn für überdurchschnittliches Können und Engagement: Johannes Kurth hat seine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker mit der Fachrichtung Personenkraftwagentechnik um ein halbes Jahr auf drei Jahre verkürzen können. Der 19-Jährige, der die Berufsbildenden Schulen Duderstadt besucht hat, ist außerdem von der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen als Innungsbester ausgezeichnet worden.

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Beim Auto-Check in der Berufsbildenden Schulen Duderstadt: Lehrer René Otto (links) und Johannes Kurth.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Mich interessiert am Auto besonders die Technik, die drin steckt“, sagt der Seulinger und denkt dabei an „die Elektronik und das Infotainment“.

Kurth möchte sich in Hildesheim oder Flensburg zum Technikermeister weiterqualifizieren. Erste Erfahrungen hat der Eichsfelder bereits vor der Ausbildung im Kfz-Betrieb seiner Eltern gesammelt, den er langfristig fortführen möchte.

„Kurth war der Klassenbeste, hat immer sehr gut mitgearbeitet und großes Interesse gezeigt“, erläutert Reinhold Schrader, Lehrer für die Fachtheorie Kfz-Technik und ergänzt: „Um die Gesellenprüfung vorzeitig abschließen zu können, musste er selbsttätig vorarbeiten.“

Fast alles lässt sich am Computer auslesen

Die Zahl der Bewerber für die Berufsfachschule für Fahrzeugtechnik liegt konstant bei 20. „Bei männlichen Jugendlichen steht der Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers immer noch an erster Stelle“, so Schrader. Ein Trend sei, dass sich auch weibliche Jugendliche vermehrt dafür entscheiden. Das Berufsbild habe sich erheblich gewandelt, das Auto sei zum regelungstechnisch hochkomplexen Bauteil geworden.

„Früher war es ein Beruf für Schrauber, der mechanische Anteil und der Elektroanteil waren gering. Dagegen hat heute hat fast jedes Bauteil einen Kabelanschluss und lässt sich am Computer auslesen“, verdeutlicht Fachlehrer René Otto und blickt nach vorne: „Es wird noch mehr in die Kommunikationstechnik reingehen, die Fahrerassistenzsysteme nehmen zu, auch das Infotainment gewinnt weiter an Bedeutung.“

Eindruck von den Ausbildungsmöglichkeiten an der Berufsfachschule können Interessierte am Sonnabend, 18. Oktober, von 10 bis 15 Uhr während der 12. Eichsfelder Berufsfindungsbörse in den Berufsbildenden Schulen gewinnen. Wie in früheren Jahren werden Betriebe wieder Fahrzeuge für messtechnische Übungen bereitstellen und beratend zur Seite stehen, wenn es Fragen zum Beruf gibt.

Für einige Schüler hatte der Besuch an diesem Stand lebenslange Folgen: „Sie haben sich dann für den Beruf entschieden“, so Schrader.

Von Axel Artmann

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