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Duderstädter Pfarrer Hans-Karl Janotta ist seit 50 Jahren Priester

Seelsorger auf der Marktstraße Duderstädter Pfarrer Hans-Karl Janotta ist seit 50 Jahren Priester

Pfarrer Hans-Karl Janotta kann nicht weit gehen auf der Marktstraße, ohne angesprochen zu werden. Viele Passanten grüßen ihn zumindest freundlich. Alle paar Meter muss auch ein kleiner Schwatz sein. „Für den Weg von Ober- zur Unterkirche brauche ich schon mal eine Stunde“, sagt Janotta.

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Seelsorgestelle Marktstraße: Der Duderstädter Hans-Karl Janotta ist seit 50 Jahren Priester.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. Dem 74-Jährigen, der am Wochenende sein goldenes Priesterjubiläum feiern konnte, ist das auch ganz recht so. „Geh, wo ich dich hin sende“, erinnert der Pfarrer an ein Bibelwort, „für mich ist das die Marktstraße.“ Die Aufforderung seines ersten „Chefs“, des Pfarrers von Burgdorf bei Celle, Bernward Breitenbach, haben sich ihm eingeprägt: „Du musst auf die Leute zugehen.“  

1965 wurde Janotta von Bischof Heinrich Maria Janssen zum Priester geweiht.  Der gebürtige Schlesier aus Kattowitz war als Spätaussiedler nach Westdeutschland gekommen und hatte an der Akademie für Flüchtlinge und Spätaussiedler in Königstein im Taunus studiert. Zum Priesteramt hatte er sich schon in jungen Jahren berufen gefühlt. Sein Vater, der schon mit 47 starb, war ein „guter Mensch, der das auch gelebt hat“. Für Janotta stand fest, „ein guter Vater möchte ich auch für die Menschen sein“.

Seine erste Kaplanstelle nach der Priesterweihe war in Burgdorf. Danach wurde er nach Hildesheim versetzt. 1971 kam er als Stadtkaplan nach Duderstadt und war anschließend von 1973 bis 1983 Pfarrer von Fuhrbach und Langenhagen. Es folgten Stationen in Hessisch Oldendorf und in Nörten-Hardenberg. 2006 kam Janotta ins Eichsfeld zurück als Mitarbeiter in St. Cyriakus.

Er mag die Eichsfelder, die ihn fast alle kennen. Früher gab er auch Religionsunterricht an der Berufsschule, 16 Klassen in der Woche. Ihn zog es auch in die Nähe des Harzes, den er als passionierter Wanderer wie seine „Westentasche“ kennt. „Heute schaffen wir es nur noch von Fuhrbach bis zur Warte“, bedauert der 74-Jährige. Obwohl er eigentlich kürzer treten will, übernimmt er noch Termine. Erreichbar ist er jedenfalls immer, auch in der Nacht. Janotta zeigt auf sein Handy.

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