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Duderstädter Polizei informiert zum Thema Unfallflucht

„Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“ Duderstädter Polizei informiert zum Thema Unfallflucht

Erstmals haben Beamte des Polizeikommissariats Duderstadt das Thema „Unfallflucht“ in den Mittelpunkt einer Aufklärungsaktion gestellt. Auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Feilenfabrik informierten die Polizisten Passanten und Autofahrer.

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Polizeioberkommissarin Sandra Dreger bei der Spurensicherung.

Quelle: EF

Duderstadt. Gerade auf großen, stark frequentierten Parkplätzen passiert es ganz schnell: Beim Ausparken wird ein anderes Auto touchiert. Die Reaktion in vielen Fällen: Nichts wie weg. Von den rund 1200 Verkehrsunfällen, die die Duderstädter Polizei im Jahr aufnimmt, sind allein rund 200 mit einer Unfallflucht verbunden, erklärt Polizeichef Otto Moneke. „In rund 20 Fällen kommen Personen zu Schaden“, berichtet er aus der Statistik.

Nicht nur deshalb handele es sich bei einer Unfallflucht nicht um ein Kavaliersdelikt. „Unfallflucht ist ein Straftatbestand“, mahnt Moneke. Von einer Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren reiche die Bestrafung für ein solches Delikt. Unter anderem, um dafür zu sensibilisieren, haben Beamte der Polizei am Donnerstag rund zwei Stunden lang Autofahrer und Passanten auf dem Parkplatz Feilenfabrik informiert.

Zugleich legten sie ihnen nahe, sich – auch als Unbeteiligte – an die Polizei zu wenden, falls ihnen eine Unfallflucht auffalle. „Jeder Zeugenhinweis ist wertvoll“, motiviert Moneke und weist darauf hin, dass die beste Methode sei, die Polizei zu rufen und bis zum Eintreffen der Beamten abzuwarten.

Auch an potenzielle Täter sei die Aufklärungsaktion gerichtet gewesen, sagt er: „Wir wollen deutlich machen: Jeder Täter hinterlässt Spuren“, erklärt Moneke. Von hinterlassenen Lackspuren bis hin zur Beule könne alles Hinweise auf den Verursacher eines Unfalls liefern.

Mit der Aktion habe die Polizei schon mehrere Hundert Menschen erreichen können, resümiert Moneke. Doch damit sei die Arbeit noch nicht abgeschlossen: Er kündigte bereits Wiederholungen an. „Wir müssen ein Problembewusstsein schaffen“, begründete er.

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©Richter