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Duderstädter Polizei verzeichnet mehr Schwerverletzte

Unfallstatistik Duderstädter Polizei verzeichnet mehr Schwerverletzte

Landesweit ist die Zahl der Verkehrsunfälle 2014 gestiegen, im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt ebenfalls – von 1055 im Vorjahr auf 1128. Nachdem 2013 mit 22 Schwerverletzten laut Polizeichef Otto Moneke ein historischer Tiefstand in der Unfallstatistik verzeichnet wurde, sind im vergangenen Jahr 49 Menschen auf den Straßen im Eichsfeld schwer verletzt worden.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Eichsfeld. Zwei Frauen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben: Auf der B 247 prallte eine 64-Jährige im Juni mit ihrem Wagen frontal gegen einen Baum, auf der Landesstraße zwischen Bilshausen und Bodensee kollidierte im Juli eine 82-Jährige mit einem Sattelschlepper.

Dass sich die Zahl der Schwerverletzten gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt hat, beunruhigt Moneke, der die statistische Momentaufnahme des Jahres 2014 aber nicht überbewerten will. Durchschnittlich gebe es im Bereich des Duderstädter Kommissariats pro Jahr 30 bis 40 Schwerverletzte und drei bis vier Tote im Verkehr.

Leicht verletzt wurden im vergangenen Jahr 177 Unfallopfer, im Vorjahr waren es 168. Deutlicher war der Anstieg der Verletzten bei den Schwächsten im Verkehr: Fußgänger, Fahrradfahrer und Kinder. Auf hohem Niveau verharrt die Zahl der Wildunfälle. Trotz inzwischen weit verbreiteter Warnreflektoren stieg sie gegenüber dem Vorjahr von 254 auf 296 an.

„Unfallschwerpunkte gab es nicht, die Unfälle waren relativ gleichmäßig verteilt“, sagt Einsatz- und Streifendienstleiter Guido Schwarze. Lediglich zwischen Seulingen und Landolfshausen hätten sich kurzzeitig Unfälle gehäuft – verursacht durch Ortsunkundige, die die Strecke als Umleitung für die gesperrte B 27 genutzt hätten. Als Hauptunfallursachen nennen Moneke und Schwarze Geschwindigkeit und Unachtsamkeit: „Vor allem für die Unfallfolgen ist die Geschwindigkeit entscheidend.“ Auch die Zahl der jungen Fahrer und der Senioren, die schwere Unfälle verursachen, habe zugenommen.

Moneke kündigt für dieses Jahr „Verkehrsüberwachung in verstärkter Form an – permanent, nachhaltig und als fester Bestandteil des Dienstplanes.“ Als Risikofaktoren nennt Schwarze Autofahrer mit deutlich überhöhtem Tempo und Hang zu waghalsigen Manövern sowie unkonzentrierte und abgelenkte Fahrer: „Das Handy wird zunehmend zum Problem.“ In der vergangenen Woche ertappte die Polizei einen 44-jährigen Ford-Fahrer mit 82 Stundenkilometern in der Tempo-30-Zone an der Grundschule Hilkerode, vor der Jugenddisco in der Duderstädter Musikwerkstatt einen 24-jährigen Audifahrer mit 111 Stundenkilometern.

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©Richter