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Duderstädter Schüler beschäftigen sich mit gerechter Zukunft

Fair Future Duderstädter Schüler beschäftigen sich mit gerechter Zukunft

„Wir haben nur eine Erde.“ Das ist zunächst eine banale Tatsache. Indem aber jeder Deutsche so lebt, als gebe es drei Planeten, bekommt der Satz eine mahnende Komponente. Mit der Frage nach der gerechten Zukunft haben sich am Montag rund 650 Schüler beschäftigt. Sie nahmen am Projekt Fair Future teil.

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Rund 650 Duderstädter Schüler beschäftigen in der Eichsfeldhalle sich mit gerechter Zukunft

Quelle: Richter

Duderstadt. Im Mittelpunkt des ökologischen Schulprojektes von Multivision, Oxfam und Wuppertal Institut stand in der Eichsfeldhalle die Frage „Wie wollt Ihr in Zukunft leben?“.

Moderator Jonas Laß richtete sie an jeden einzelnen. Das Projekt Fair Future wolle durch einen Film Informationen vermitteln, welche Folgen das persönliche Verbraucherverhalten auf die Umwelt haben könne, erklärte er. Auch durch die anschließende Diskussion wurden Anregungen zur Erhöhung des eigenen Beitrags zu einer gerechten Zukunft gegeben.

Zunächst erfuhren die Schüler, was es mit dem ökologischen Fußabdruck auf sich hat, einem Begriff, ein beinahe jeder kenne, aber niemand so recht erklären könne. „Wie viel Fläche brauchen wir, um unseren Lebensstil bestreiten zu können?“, sei der Grundgedanke dabei. Die Fläche diene als einheitliche Maßeinheit.

Ein Frühstücksbrötchen erfordere Mehl, das Getreide benötige Bodenfläche. Ein Pullover könne aus Baumwolle bestehen, diese brauche Fläche. Die Zahnbürste sei aus Plastik, das werde aus Erdöl hergestellt und brauche Fläche. Das Prinzip lasse sich auf alle Produkte beziehen.

Sieben Milliarden Menschen auf der Welt teilen sich zwölf Milliarden Hektar Fläche, die zum Anbau zur Verfügung stehen. Allerdings alles andere als gerecht verteilt. „Zwei bundesligataugliche Fußballfelder dürfte jeder für sich beanspruchen, also 1,4 Globalhektar. „4,6 sind die Realität in Deutschland.“

Um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, könnte jeder etwas beitragen, erfuhren die Schüler: Verringerter Fleischkonsum schont den Regenwald, Rad fahren hält Umwelt wie den Radfahrenden selbst fit. Diese und andere Beispiele wurden benannt.

Dass die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks nicht allein mit Umweltbewusstsein und Verantwortung gegenüber der Menschheit zu tun hat, sondern Kreativität und Innovation fördert, erfuhren die Schüler ebenfalls. Grüne Clubkultur setze Tanzflächen als Kraftwerke ein, Electrofstivals verbänden Rad fahren und Feiern. Urban Gardening sorge für eine hippe Lebensumgebung und saubere Luft.

Dennoch falle es schwer, das Leben zu verändern, insbesondere wenn negative Folgen nicht unmittelbar sichtbar würden. Wenn man sich jedoch klar mache, dass vier Tage Rindfleischverzehr denselben Fußabdruck hat wie vier Monate Brot, werde der Wert des Lebensmittels deutlich.

Außerdem gebe aber nicht nur die Optionen „Sieben Tage Fleisch“ oder „Vegetarisch leben“: „Das Gehirn muss auf Kreativitätsmodus schalten“, appellierte Laß. Einfach mal die vegane Pizza bestellen und kosten, ob sie schmeckt. Damit würden der Horizont erweitert, der ökologische Fußabdruck verkleinert und das eigene Leben verbessert.

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©Richter